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ZUG: Regierung erteilt die Baubewilligung für die Umfahrung Cham-Hünenberg

Die Planung der Umfahrung Cham-Hünenberg ist einen Schritt weiter: Die Baulinien sind festgelegt und die Umweltverträglichkeit geprüft. Den Einsprechern steht nun der Gang ans Verwaltungsgericht offen.
Im Chamer Zentrum (Bild in Blickrichtung Rabenkreisel) sollen Radfahrer und Fussgänger dereinst mehr Platz haben. (Bild: Visualisierung: PD)

Im Chamer Zentrum (Bild in Blickrichtung Rabenkreisel) sollen Radfahrer und Fussgänger dereinst mehr Platz haben. (Bild: Visualisierung: PD)

Der Zuger Regierungsrat gibt grünes Licht für das Mega-Projekt Umfahrung Cham-Hünenberg (UCH): Denn nun liegt die Baubewilligung vor und die Umweltverträglichkeit des Projekts ist geprüft. Vor fast elf Jahren haben sich die Zuger Stimmberechtigten für die Umfahrung ausgesprochen. Über 100 Einsprachen sind eingegangen. Das Behandeln von 124 Einsprachen und die Landerwerbs-Verhandlungen haben Zeit in Anspruch genommen. «Insgesamt haben wir dafür rund zweieinhalb Jahre gebraucht», sagt Baudirektor Urs Hürlimann. Damit habe er gerechnet, da die Fragen komplex seien. «Der Erfolg all unserer Bemühungen liest sich so: Wir mussten niemanden enteignen. Wir einigten uns mit allen Parteien einvernehmlich», betont der FDP-Regierungsrat.

Als grosser Knackpunkt erwies sich das «autoarme Zentrum Cham»: 86 Einsprachen betrafen dieses Thema. In der Ortschaft soll bekanntlich als flankierende Massnahme ein Verbot der direkten Durchfahrt mit Kameraüberwachung und einer Tempo-30-Zone eingerichtet werden. «Wenn wir den Perimeter verändert hätten, dann wäre die grösste Belastung auf bis zu 685 Motorfahrzeuge pro Stunde (ein Plus von 108 Prozent) gestiegen. Die Umweltverträglichkeit des Projekts wäre dann nicht mehr gegeben und die Wirksamkeit der UCH gesunken. Weiter wären die Kosten für die Umgestaltung des Zentrums massiv gestiegen und die 35 Millionen Franken vom Bund verloren gegangen», fasst Hürlimann die Auswirkungen zusammen.

Baubeginn ist voraussichtlich 2021/22

Neben dem autoarmen Zentrum Cham betrafen 23 Einsprachen das Projekt generell, 24 hatten den Lärm zum Thema. Einzelne Einsprachen beanstandeten mehrere Punkte gleichzeitig. «Insgesamt 22 Einsprachen wurden zurückgezogen», so der Baudirektor. Ein paar Einsprachen seien auch ganz oder teilweise gutgeheissen worden. Dadurch habe das Projekt weitere Verbesserungen erfahren, schreibt die Baudirektion in der gestrigen Medienmitteilung. «Dies betraf vor allem Lärmschutzmassnahmen, in wenigen Fällen auch Umweltaspekte oder Liegenschaftserschliessung», präzisiert Urs Hürlimann. Grundlegende Änderungen am Projekt habe es nicht gegeben.

Die Volksabstimmung liegt zwar im März elf Jahre zurück, am Projekt müsse aber nichts angepasst werden. «Die Verkehrsprognosen, auf welchen das Projekt aufbaut, wurden bei der Projektierung bereits für das Jahr 2030 hochgerechnet. Veränderungen der Mobilität oder die Bevölkerungsentwicklung sind dabei berücksichtigt», erklärt der FDP-Regierungsrat. Der Baubeginn der UCH ist nach der Inbetriebnahme der Tangente Zug/Baar vorgesehen: Das heisst voraussichtlich 2021/22. Hürlimann rechnet damit, dass die Zeit auch gebraucht werde, etwa für Beschwerden und sonstige Vorbereitungen. In den nächsten 30 Tagen haben Betroffene die Möglichkeit, beim Verwaltungsgericht eine Beschwerde einzureichen. Urs Hürlimann sagt: «Wir gehen davon aus, dass es welche geben wird.»

Andrea Muff

andrea.muff@zugerzeitung.ch

Die Umfahrung Cham-Hünenberg im Überblick. (Bild: Kanton Zug)

Die Umfahrung Cham-Hünenberg im Überblick. (Bild: Kanton Zug)

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