ZUG: «Rohstoffbranche hat nichts zu verbergen»

Die Erklärung von Bern fordert eine Rohstoffmarktaufsicht. Damit die Firmen in der Schweiz besser kontrolliert werden können. So eine Institution finden nicht alle nötig.

Wolfgang Holz
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Die Kupfermine von Mount Isa in Australien eine der zahlreichen Minen im Besitz des Zuger Konzerns Glencore. (Bild: Keystone)

Die Kupfermine von Mount Isa in Australien eine der zahlreichen Minen im Besitz des Zuger Konzerns Glencore. (Bild: Keystone)

«Die Idee einer Rohstoffmarktaufsicht ist gerade darum entstanden, weil wir bei den unfairen Geschäftspraktiken gewisser Rohstoffhandelsfirmen nur Zuschauer in den hinteren Rängen sind», meint Jolanda Spiess-Hegglin, Co-Präsidentin Alternative – die Grünen im Kanton Zug, zur neuen Forderung der Erklärung von Bern (EvB).

Diese unabhängige Schweizer Organisation, die sich für eine gerechtere Globalisierung einsetzt, will, dass sich künftig eine «Rohma» (Rohstoffmarktaufsicht) mit 200 Mitarbeitern um die Geschäfte der Rohstoffbranche in der Schweiz kümmert. Vorbild ist die «Finma», die seit 2009 besteht und als schweizerische Finanzmarktaufsichtsbehörde alle Bereiche des Finanzwesens, insbesondere die Banken, kontrolliert.Wobei Martin Fasser, Präsident der Branchenvereinigung Zug Commodity Association, sicher ist, dass die Rohstofffirmen längst ihre Hausaufgaben gemacht haben. «Falls man eine solche Behörde einführen würde, hätte die Rohstoff-Branche grundsätzlich kein Problem. Es gibt nichts zu verbergen.»