Die Zuger Unihockeyanerinnen rufen ihre beste Leistung zu spät ab

Für die Zugerinnen ist die Saison in der NLA beendet. Dies trotz einer starken Vorstellung im dritten Viertelfinalspiel gegen Berner Oberland. Penaltys sind Segen und Fluch aus der Sicht der United.

Micheline Müller
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Die Zugerinnen (Ronja Bichsel, rechts) sind sieglos gegen Berner Oberland ausgeschieden. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 10. März 2019))

Die Zugerinnen (Ronja Bichsel, rechts) sind sieglos gegen Berner Oberland ausgeschieden. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 10. März 2019))

Es schien, als wären alle Einwohner der umliegenden Dörfer in die Halle nach Seftigen angereist. Beim Anpfiff der dritten Partie zwischen Berner Oberland und Zug United war die Halle mit 352 Zuschauern prall gefüllt. Die Zugerinnen, die mit dem Rücken zur Wand zu diesem Spiel gereist waren, liessen sich davon nicht beeindrucken. Die Teams waren auf Augenhöhe. Bis zur ersten Pause fiel kein Treffer – auch weil Zugs Tvrznikova mittels Penalty gescheitert war (14.).

Nach einer überstandenen Unterzahlsituation schien es, als ob die Zentralschweizerinnen die Berner Oberländerinnen, vor allem die finnischen Spielerinnen, unter Kontrolle hätten. Nicht oft war es in der laufenden Saison vorgekommen, dass die Zuger Defensive bis zur 30. Spielminute die Null auf der Anzeigetafel halten konnte. Mit schnellem Backchecking, Blocks sowie wichtigen Saves wehrte man die Versuche der Favoritinnen ab. In der 34. Minute jubelten die Gäste: Spaargaren brachte den Ball in Richtung Tor, wo Riner traf.

Abschied der Trainer

Nur kurze Zeit später fiel aber der Ausgleich durch Hartwall auf Pass von Thierstein. In der 38. Spielminute erhielt Zug den zweiten Penalty zugesprochen, Bösch versenkte diesen souverän zum 2:1. Zu Beginn des letzten Drittels konnte Zug United noch etwas mehr als eine Minute in Überzahl agieren. Die Chance auf das 3:1 wurde allerdings vertan. Die ehemalige Zugerin Piispa erzielte schliesslich das 2:2 für die Bernerinnen (45.). Es ging in die Verlängerung, wo bald eine Strafe gegen Zug ausgesprochen wurde. Die Gäste überstanden diese Situation aber schadlos und retteten sich in das Penaltyschiessen. Hier traf keine Zugerin – das Ausscheiden war Tatsache.

Zugs Captain Bichsel sagte nach dem Spiel: «Schade wurde unser Kampfgeist nicht belohnt. Wichtig ist aber, dass wir uns dank einer guten Teamleistung nicht kampflos aus den Playoffs verabschiedet haben. Wir haben gezeigt, dass wir mit unserem Team einiges erreichen können. Darauf müssen wir in der nächsten Saison aufbauen.» Der Headcoach Jürg Kihm sagte: «Ich bin stolz auf die Spielerinnen.» Für ihn und Assistenztrainer Stefan Jakob, der wegen der Lautstärke in der Halle heiser vom Schreien wurde, endete damit ihre Zeit in Zug. Wie im Vorfeld bereits bekannt wurde, werden die beiden in der nächsten Saison beim Spitzenteam Kloten-Dietlikon Jets an der Bande stehen.

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