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ZUG: Salesianum-Gegner blitzen ab

Der Regierungsrat weist die Beschwerde gegen den Bebauungsplan Salesianum ab und genehmigt diesen mit zwei Auflagen.
Der Regierungsrat genehmigt den Bebauungsplan Salesianum. (Bild: Stefan Kaiser)

Der Regierungsrat genehmigt den Bebauungsplan Salesianum. (Bild: Stefan Kaiser)

Charly Keiser

<u>charly.keiser@zugerzeitung.ch</u>

Der Regierungsrat hat an seiner Sitzung vom 19. Dezember 2017 den Bebauungsplan Salesianum genehmigt. Dieser wurde vom Volk Ende Februar 2016 an der Urne beschlossen, und dagegen wurde beim Regierungsrat eine Beschwerde «zwecks Nichtgenehmigung» eingereicht.

Auf gut Deutsch: Die Salesianum-Gegner sind mit ihrem Ansinnen bei der Regierung abgeblitzt. Der Regierungsrat segnet den Plan ab – unter zwei Auflagen: Im Umgebungsplan ist die Interessenlinie SBB mit einem Mindestabstand von 8,3 Meter zur bestehenden Gleisachse einzutragen. Damit sichern sich die SBB den Raum für eine dereinst mögliche zweite Spur. Ausserdem muss im Bebauungsplan der Satz «Die im Plan dargestellte mögliche Anordnung der acht Hauptbauten hat nur informativen Carakter» gestrichen werden. So wird gesichert, dass die Bauten exakt an dem Ort erstellt werden, wie sie im Plan festgesetzt sind. Seit gestern läuft die 30-tägige Beschwerdefrist, innert welcher der Entscheid der Regierung an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden kann.

«Genau und seriös geprüft»

«Wir haben uns die Zeit genommen und alles noch einmal genau und seriös angeschaut», sagt Baudirektor Urs Hürlimann und doppelt nach: «Und das hindertsi und fürsi.» Aus Fairnessgründen sei der Beschluss nicht vor den Festtagen publiziert worden, ergänzt Hürlimann und sagt: «Wir sind nun sehr gespannt, wie unser Entscheid aufgenommen wird.»

Die Nachfrage bei Heinz Gross, Gegner des Salesianum-Projekts, ist nur teilergiebig. Gross war im Nein-Komitee gegen den Bebauungsplan und wohnt hinter dem Salesianum. Er sagte 2016 nach der Volks-Abstimmung zu unserer Zeitung: «Für uns ist klar: Wir respektieren den Entscheid des Volks.» Ob Rechtsmittel ergriffen würden, könne er nicht sagen. Gestern nun bekannte Gross, dass er zu den Einsprechern gehört, deren Beschwerde der Regierungsrat nun abgelehnt hat. Da er noch nicht im Besitz der entsprechenden Unterlagen sei, will er zum Entscheid keine Stellung nehmen.

Rechtskräftige Baubewilligung

Wir sind sehr erfreut über den Entscheid des Regierungsrats», sagt hingegen Mélanie Ryser von der Alfred Müller AG, die das Projekt auf dem Areal des Salesianums realisieren will. Die Zustimmung drücke aus, dass die Regierung hinter dem Bebauungsplan stehe und sich die sorgfältige Ausarbeitung zusammen mit der Stadt Zug, der Denkmalpflege und dem Amt für Raumplanung gelohnt habe. «Wie es konkret weitergeht, können wir erst nach Ablauf der Beschwerdefrist sagen», betont Ryser. Bereits rechtskräftig bewilligt ist seit dem letzten Juli das Baugesuch der Firma Alfred Müller AG zur (Um-)Nutzung des historischen Gebäudes. Das Baarer Immobilienunternehmen plant im Salesianum Büros, ein öffentliches Café sowie Ausstellungsräumlichkeiten.

Die vom Regierungsrat gemachten Auflagen betreffend Abstand zu den Gleisen sowie zur Verbindlichkeit der Anordnungen der acht Hauptgebäude nehme die Stadt gerne zur Kenntnis, sagt Bauchef André Wicki. «Wir freuen uns, dass mit der Genehmigung durch den Regierungsrat ein positiver und wichtiger Schritt getan ist, müssen aber gleichwohl davon ausgehen, dass die Beschwerdeführer ihr Anliegen an die nächste Instanz, das Verwaltungsgericht, weiterziehen werden.»

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