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ZUG: Salesianum-Gegner machen weiter

Das Bauprojekt im Süden der Stadt verzögert sich erneut. Die Gegner ziehen ihre Beschwerde an die nächste Instanz, das Verwaltungsgericht, weiter. Die Bauherrschaft ist von diesem Schritt wenig überrascht.
Samantha Taylor
Nun muss sich das Verwaltungsgericht mit dem Salesianum befassen. (Bild: Stefan Kaiesr (Zug, 5. Januar 2018))

Nun muss sich das Verwaltungsgericht mit dem Salesianum befassen. (Bild: Stefan Kaiesr (Zug, 5. Januar 2018))

Samantha Taylor

samantha.taylor@zugerzeitung.ch

Das Salesianum und sein Bebauungsplan scheinen zu einer unendlichen Geschichte zu werden. Das Vorhaben verzögert sich weiter, der weitere Gang durch die Instanzen steht an. Als Nächstes muss sich das Verwaltungsgericht mit dem Bauprojekt im Süden der Stadt befassen. Dies, da die Gegner des Bebauungsplans den Entscheid des Regierungsrates nicht akzeptieren und ihre Beschwerde nun weiterziehen.

Der Regierungsrat hat am 19. Dezember des vergangenen Jahres den Bebauungsplan Salesianum genehmigt, nachdem die Gegner des Bauprojekts nach der Volksabstimmung vom Februar 2016 mit einer Beschwerde an die Regierung gelangt waren. Bei den Gegnern handelt es sich um eine Gruppe von 19 Personen, die vorwiegend aus der Nachbarschaft stammen. Der Regierungsrat hielt fest, dass er das Anliegen der Beschwerdeführer sehr genau und sorgfältig geprüft habe und zum Schluss gekommen sei, dieses nicht gutzuheissen. Dennoch genehmigte er den Bebauungsplan nur mit zwei Auflagen. So musste im Umgebungsplan die Interessenlinie der SBB mit einem Mindestabstand von 8,3 Metern zur bestehenden Gleisachse eingetragen werden. Damit konnten sich die SBB Raum für eine mögliche zweite Spur sichern. Ausserdem wurde die Platzierung der acht Neubauten auf dem Grundstück klar festgeschrieben.

Bauherrschaft bedauert Vorgehen

Warum die Gegner ihrer Beschwerde ans Verwaltungsgericht weiterziehen, ist nicht in Erfahrung zu bringen. Auf Anfrage heisst es bei den Beschwerdeführern, dass man sich derzeit nicht äussern wolle, da es sich um ein laufendes Verfahren handle.

Bei der Alfred Müller AG, die das Projekt auf dem Areal realisieren will, bedauert man den Weiterzug. «Wir sind davon aber nicht überrascht», sagt Esther Lötscher, Kommunikationsverantwortliche. Obwohl sich die Bevölkerung an der Urne für den Bebauungsplan ausgesprochen und der Regierungsrat des Kantons Zug diesen mit einer äusserst sorgfältigen Begründung genehmigt habe, könne er aufgrund von Partikularinteressen nach wie vor nicht umgesetzt werden, bedauert Lötscher.

Auf dem Grundstück rund um das historische Salesianum sollen acht Häuser mit insgesamt 56 Wohnungen realisiert werden. Das Stimmvolk hiess den entsprechenden Bebauungsplan im Februar 2016 gut. Das aktuelle Projekt ist bereits das zweite Vorhaben für das Areal. Der erste Bebauungsplan sah drei Häuser mit 60 Wohnungen vor. Er wurde im Jahr 2011 ebenfalls vom Stimmvolk an der Urne genehmigt. Bereits gegen diesen Entscheid wurde aus der Nachbarschaft Beschwerde eingereicht. Das Verwaltungsgericht gab den Gegnern schliesslich recht. Dies mit der Begründung, das Projekt sei überdimensioniert. Die Alfred Müller AG musste über die Bücher und legte schliesslich den aktuellen Bebauungsplan zur Abstimmung vor.

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