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ZUG: Salesianum soll markttauglich werden

Die Alfred Müller AG will das historische Salesianum-Gebäude bald geschäftlich nutzen und dort nebst Büros und einem öffentlich zugänglichen Café Ausstellungsräume realisieren. Dazu soll ein Gesuch Klarheit schaffen.
Charly Keiser
Salesianum: Hier komponierte Priester Alberich Zwyssig 1841 die heutige Schweizer Nationalhymne. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 26. Februar 2016))

Salesianum: Hier komponierte Priester Alberich Zwyssig 1841 die heutige Schweizer Nationalhymne. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 26. Februar 2016))

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

Die Alfred Müller AG hat ein Gesuch für den Umbau des Salesianums eingereicht. Dies gab die Firma am Freitag in einer Medienmitteilung bekannt.

«Es geht uns grundsätzlich darum, auszuloten, welche Auflagen wir beim geplanten Umbau zu erwarten haben», erklärt Esther Lötscher, Kommunikationsverantwortliche der Baarer Al­fred Müller AG.

Mögliche Nutzungsideen

Das Immobilienunternehmen möchte das Salesianum künftig geschäftlich nutzen. So plant es im Gebäude Büros, ein öffentlich zugängliches Café sowie Ausstellungsräume, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Das Unternehmen stehe mit verschiedenen Interessenten in Kontakt – konkret sei allerdings noch nichts. Bei den Gesprächen mit den Interessenten hätten sich Nutzungsideen ergeben, erklärt Esther Lötscher. «Und nun geht es genau darum, ob wir diese Ideen umsetzen können. Klar ist: Selbst wenn wir eine Baubewilligung erhalten, beginnen wir mit dem Umbau erst dann, wenn wir einen Nutzer für das Gebäude gefunden haben.» Dies sei auch der Grund, warum der Mietvertrag mit der Direktion des Innern für die Zwischennutzung der Räumlichkeiten als Flüchtlingsunterkunft – unbefristet und auf drei Monate kündbar – verlängert worden sei.

Offenbar verhält es sich beim historischen Gebäude Salesianum wie mit dem Huhn und dem Ei. Ein künftiger Nutzer unterschreibt den Vertrag mit der Immobilienfirma erst dann, wenn seine Nutzungsbedingungen umfassend erfüllt sind. Die Alfred Müller AG will ihrerseits erst mit dem Umbau beginnen, wenn der neue Nutzer feststeht. Dank des Gesuchs wird nun ein erster Schritt initiiert, damit das Ei dereinst ausgebrütet werden kann.

Stadtbildkommission ebenfalls involviert

In der Regel werde ein vollständig eingereichtes Baugesuch innerhalb von drei Monaten geprüft und die Bewilligung erteilt, sagt Nicole Nussberger, Leiterin Rechtsdienst Bau, beim Stadtzuger Baudepartement. «Allerdings ist beim denkmalgeschützten Salesianum neben der Denkmalpflege auch die Stadtbildkommission einzubeziehen, weshalb es auch etwas länger dauern kann.»

Ungleich länger wird es noch gehen, bis sich die Leute des Baudepartements über das geplante Neubauprojekt auf dem Salesianum-Areal beugen werden – wenn überhaupt (siehe Box).

Denn im Moment liegt der Ball beim Regierungsrat, der sich aber bald mit der Beschwerde der Nachbarn gegen den vom Stimmvolk Ende Februar 2016 angenommenen Bebauungsplan Salesianum beschäftigen wird. «Den Schriftenwechsel konnte die Baudirektion im Februar 2017 abschliessen. Seither ist die Beschwerde spruchreif», sagt nämlich Baudirektor Urs Hürlimann. Und er fügt an: «Nun hat die Baudirektion sechs Monate Zeit, um den Entscheid zu redigieren. Wir versuchen aber, das Geschäft noch vor den Sommerferien dem Regierungsrat zum Entscheid vorzulegen.»

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