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ZUG: Satter Sound aus der Schweiz und aus Deutschland

In der Altstadt begann gestern die 26. Jazz Night mit Melodien von Michael Jackson und Ländler – was für ein Kontrast. Auch heute Abend lockt ein reiches Programm.
Rüdiger Baldaufs Jacksontrip: eine Hommage an den King of Pop. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 24. August 2017))

Rüdiger Baldaufs Jacksontrip: eine Hommage an den King of Pop. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 24. August 2017))

Die Gewitterwolken stehen wieder schwer am Spätsommerhimmel, und es ist Zeit für das Musikalische Highlight der Zuger Altstadt – die Jazz Night. Gestern mit viel Schweizer und deutscher Musik. Eröffnet hat den Abend auf dem Landsgemeindeplatz Rüdiger Baldaufs Jackson trip aus Deutschland, die Michael Jacksons Musik in stark reduzierter Form neu aufleben lassen. Der Trompeter und Frontmann Rüdiger Baldauf übersetzt die teils eingängigen Themen auf sein Instrument und garniert sie mit Effektgeräten. Das ist gut gespielt, die geballte Wucht des King of Pop will dabei aber nicht richtig aufkommen.

Auch die Zuger Musikschule mischt dieses Jahr wieder kräftig mit und zeigte am Gerbiplatz Workshopkonzerte ihrer Instrumentalschüler sowie Ausschnitte aus dem Repertoire ihrer ­Gesangsschüler. Gleichzeitig spielte der junge Zuger Musiker Julian von Flüe mit Corinne Renggli und Band am Schwanenplatz. Die Musiker rund um den virtuosen Akkordeonisten Von Flüe spielen traditionelle und moderne Volksmusik und geben dem facettenreichen Abend ihre ganz eigene Note mit. Und natürlich war der obligate Dauergast Dave Feusi & The Groove Gang mit der unverkennbaren Stimme von Freda Goodlett aus den USA wieder mit von der Partie. Mit ihrem kräftigen Funksound und der strahlenden Goodlett gelang es ihnen auch gestern wieder, die tanzfreudigen Musikliebhaber in jedem Schlechtwettermuffel zu wecken.

Die Konzerte auf den Plätzen wurden zwar um 23 Uhr still, aber die traditionelle Round Midnight Jamsession im Restaurant Schiff verköstigte die Besucher noch bis in die frühen Morgenstunden mit Live-Jazz. Eröffnet wurde sie vom Hammond Trio Organ-X um den Zuger Gitarristen Roberto Bossard, die zusammen mit Roland von Flüe auch am Fischmarkt spielten. Heute geht die Jazz Night in die zweite Runde und verspricht mit der französisch-amerikanischen Electroswing Truppe Ginko einen lauten Schlussknall. Das Quintett spielt swingige Klarinettenläufe auf treibende Electrobeats, über welche die Sängerin und Tänzerin Nicolle Rochelle nicht nur anständige Lieder singt.

Halbgeheimer Spezialgast

Ein etwas weniger lauter Leckerbissen dürfte das Singer-Songwriter-Gespann Akim vs. Eamonn werden, das sich im Musikerwettstreit um die Gunst des Publikums bemüht. Die beiden Gitarristen und Sänger suchen, sich in ihrem gemeinsamen Genre zu übertrumpfen und spielen im Felsenkeller. Ausserdem hat das Organisationskomitee der Jazz Night für heute einen ausserplanmässigen Spezialgast angekündigt: Silvie Rider-Young. Eine «international anerkannte Sängerin, Komponistin und Pianistin» schreiben die Organisatoren auf ihrer Homepage. Zusammen mit Dani Meyer spielen die beiden ein «ganz ausserordentliches Blues-Paket». Wo und wann genau dieser Geheimtipp zu finden sein wird, bleibt aber ungewiss. Da bleibt nur das Schmökern vor Ort.

Wolf Meyer

redaktion@zugerzeitung.ch

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