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ZUG: Schneit es einmal zu stark, gerät diese Bahn ins Stocken

Die Zugerberg-Bahn kann bei zu starkem Schneefall nicht fahren. Das kostet den Betreiber gleich doppelt Geld.
Bei grossen Schneemengen muss das Trassee der Zugerberg-Bahn von Hand freigeschaufelt werden. (Bild Stefan Kaiser)

Bei grossen Schneemengen muss das Trassee der Zugerberg-Bahn von Hand freigeschaufelt werden. (Bild Stefan Kaiser)

In diesem Winter hat es im Kanton Zug mehr geschneit als auch schon. Das freut viele und lädt zu einem Besuch auf dem Zugerberg ein. Doch fällt die weisse Pracht in rauen Mengen zu Boden, kann dies bei der Zugerberg-Bahn (ZBB) zu einem Betriebsunterbruch führen. Dieses Szenario ist Ende Dezember und Ende Januar eingetreten. Jeweils für einen Tag blieb das graue Bähnlein auf den Zuger Hausberg ­stehen.

«Die Zugerberg-Bahn ist eine Standseilbahn, will heissen, dass es bei Schneefall von über 15 Zentimetern in kurzer Zeit zu einer Blockierung der Seilrollen kommen kann», sagt Kathrin Howald, Mediensprecherin der Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB). Da beim Bahnbetreiber die Sicherheit der Passagiere an erster Stelle steht, müsse dann der Bahnbetrieb eingestellt werden. Howald nennt den Grund für diese Massnahme: «Es besteht die Gefahr, dass das Seil aus den Rollen springt.»

Noch ist Handarbeit gefragt

Deshalb haben die ZVB, zu deren Organisation die Zugerberg-Bahn (ZBB) gehört, für den Fall von starkem Schneefall einen Pikettdienst eingerichtet. Dieser wird aufgeboten, wenn die Schneehöhe die kritische Grenze von 15 Zentimetern überschritten hat. Bereits im Morgengrauen, so sagt die Mediensprecherin, rückt ein Trupp aus, um das Trassee der Zugerberg-Bahn freizuschaufeln. Das kann schnell einen ganzen Arbeitstag dauern. Technisches Gerät gibt es für diese Tätigkeit nicht. Es seien jeweils zwischen 10 und 15 Mitarbeiter des Zuger Transporteurs im Einsatz, um das Gleisbett der Zugerberg-Bahn vom Schnee zu befreien. «Diese Arbeit ist körperlich unglaublich anstrengend», sagt ZVB-Mediensprecherin Kathrin Howald. Mehr noch: Sie kostet viel Geld. Einerseits organisieren die ZVB einen Ersatzbus, welcher über Allenwinden auf den Zugerberg fährt. Das dauert natürlich länger als über die direkte Route auf der Schiene. Zusammen mit den Entschädigungen, welche für das Schaufeln an der Strecke entrichtet werden müssen, rechnet Howald pro Tag, an dem der ZBB-Betrieb ruht, mit Aufwendungen von 7000 Franken.

Lösungen werden gesucht

Die ZVB haben das Problem erkannt. «Wir suchen mit professioneller Unterstützung nach einer effizienten und bezahlbaren Lösung», sagt Kathrin Howald. Doch noch sei keine Massnahme gefunden worden, um den Betrieb auch bei starkem Schneefall aufrechterhalten zu können. Die Stoos-Bahn wie die Zugerberg-Bahn eine Standseilbahn – muss den Betrieb jedoch kaum einmal einstellen. «Wir bestücken den Zug bei viel Schnee mit einem Pflug», sagt ein Wagenführer. Eine auch für Zug passable Lösung?

Marco Morosoli

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