ZUG: Schöne Aussichten für Kaspar Villiger

Ein Luzerner alt Bundesrat hat in der Stadt Zug eine Wohnung gekauft – auch wegen der Nähe zum Bahnhof.

Charly Keiser
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Alt-Bundesrat Kaspar Villiger hat im Parktower eine Wohnung gekauft. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Alt-Bundesrat Kaspar Villiger hat im Parktower eine Wohnung gekauft. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Die Aussicht aus dem 18. Stock des Park-Towers in Zug ist atemberaubend. Ab Frühling 2015 wird von dort oben auch alt Bundesrat Kaspar Villiger die Sicht auf die Stadt, den See und in die Berge geniessen können. Denn der ehemalige Magistrat, der für die Freisinnigen politisierte und von 1989 bis 2003 im Bundesrat sass, hat im höchsten Gebäude des Kantons Zug eine Wohnung gekauft.

Zentrale Lage

Er freue sich auf sein neues Zuhause, sagt Villiger auf Anfrage und erläutert die Gründe für seinen Umzug aus Muri bei Bern in die Zentralschweiz. «Weil wir älter werden, haben meine Frau und ich eine Wohnung gesucht», erklärt er. «Dies, weil Treppensteigen und Gartenarbeit womöglich immer anspruchsvoller werden könnten.» In Muri seien sie nicht fündig geworden, ergänzt der 73-Jährige, und zufällig seien sie dann auf das Objekt in Zug gestossen.

«Die Wohnung im Park-Tower entspricht genau unseren Bedürfnissen und Vorstellungen», schwärmt der ehemalige Vorsteher des Militär- und Finanzdepartements. «Alles ist auf einem Stockwerk, der Bahnhof ist gleich nebenan, Läden zum Einkaufen und alles Notwendige ist zu Fuss erreichbar.» Ein zusätzliches Plus sei zudem die zentrale Lage Zugs zwischen Luzern und Zürich, verrät Villiger. Denn eine Tochter lebe mit ihren Kindern in Zürich. Und in Luzern habe er natürlich noch immer viele Kollegen – meist aus der Politik. Der Weg in die beiden grösseren Nachbarstädte sei kurz. «Und Zug ist ein schönes Städtchen», fügt der ehemalige Verwaltungsratspräsident der UBS an. Als leidenschaftlicher Velofahrer sei zudem der Zugerberg nahe und ideal gelegen, und bereits sei er mit seiner Frau in der Stadt flanieren gegangen. «Zug gefällt uns sehr», freut sich der Bundesratspräsident von 1995 und 2002 über sein neues Zuhause.

Auf ein Gläschen zum Nachbarn

Auch Nachbar Karl Wyss, der einen Stock über Villiger wohnt und bereits eingezogen ist, zeigt sich von seinem neuen Heim begeistert: «Für mich ist es eine Art Heimkehr, denn wir wohnten bislang in Oberrieden und zum grossen Teil auch noch in Naples, Florida.» Sowohl in den USA wie auch im Kanton Zürich hätten sie ein Haus am See bewohnt, verrät Wyss, der nun aber gerne von oben auf den Zugersee blickt, wie er sagt. «Die Aussicht ist fantastisch», sagt Wyss und witzelt: «Ich geniesse unser Glück, das uns mit dem Kauf dieser Wohnung zugefallen ist. Es sei gut für Zug und auch sehr gut für den Park-Tower, dass ein alt Bundesrat den Ort als sein Heim ausgesucht habe, ergänzt Wyss und betont lachend: «Wir werden Kaspar Villiger mit offenen Armen empfangen. Ich und meine Frau würden gerne mit Villigers künftig das eine oder andere Gläschen Wein geniessen.»

Am Innenausbau

Bis Wyss den Ex-Magistraten zu sich in den oberen Stock einladen kann, dauert es aber noch eine Weile. «Wir planen im Moment mit unserem Architekten den Innenausbau der Wohnung», sagt Villiger. «Und dieser ist wohl etwa im April oder Mai fertig.» Auch müsse das Haus in Muri noch verkauft werden, ergänzt Villiger, der nicht nur in seiner einstigen Heimat Pfeffikon LU, sondern auch in Sins heimatberechtigt ist – also nur einen Steinwurf vom Kanton Zug entfernt.