ZUG: Schüler mögen Wintersport

Die Schneesportlager im Kanton waren gut ausgelastet. Diese Tendenz scheint anzuhalten.

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Schneesportlager sind oft auch Ergänzungen zu Sportlagern von Schulen und Vereinen. Auf dem Bild: Eine Schülergruppe beim Skifahren. (Bild: Corinne Glanzmann (Rigi Kaltbad, 30. Januar 2015))

Schneesportlager sind oft auch Ergänzungen zu Sportlagern von Schulen und Vereinen. Auf dem Bild: Eine Schülergruppe beim Skifahren. (Bild: Corinne Glanzmann (Rigi Kaltbad, 30. Januar 2015))

Auch im letzten Schuljahr nahmen wieder zahlreiche Zuger Schülerinnen und Schüler an einem Schulskilager teil. Damit hält der Trend der letzten Jahre an, dass knapp 25 Prozent der Primar- und Oberstufenschülerinnen und -schüler während der Sportferien ins Lager gehen, teilt die Bildungsdirektion in einem Schreiben mit. Dies im Gegensatz zu anderen Regionen, in denen mit der Schneesport-Initiative «GoShnow.ch» vermehrt Werbung für Aktivitäten im Schnee gemacht wird.

Insgesamt besuchten im vergangenen Jahr 1706 Jugendliche eines von 46 Zuger Schneesportlagern. An den 33 Lagern der gemeindlichen Schulen nahmen 1231 Jugendliche teil, an den 13 Lagern der kantonalen Mittelschulen 475 Jugendliche. Die meisten Schneesportlager wurden als «Ski- und Snowboardlager» durchgeführt, die restlichen fanden im Bereich «Langlauf» oder «Touren» statt. Alle Gemeinden boten mindestens ein Lager an; in grösseren Schulgemeinden gab es vier bis fünf, in kleineren eines bis zwei.

Die Hälfte aller Lager, also 23, war im Kanton Graubünden beherbergt, gefolgt vom Kanton Bern, wo acht Lager stattfanden. In der Regel sind die Skilager für die Primarschule (4. bis 6. Klasse oder 5. und 6. Klasse) oder die Oberstufe (7. bis 9. Klasse) ausgeschrieben.

Schule übernimmt Teil der Kosten

Durchschnittlich kostete ein Schneesportlager einer gemeindlichen Schule 450 Franken pro Schüler, wovon die Gemeinde im Schnitt 170 Franken übernahm. Eltern bezahlten somit für ein Skilager rund 280 Franken. Für Kantonsschüler belief sich der Lagerbeitrag auf durchschnittlich 400 Franken. In den 46 Schneesportlagern standen 238 Leiterinnen und -Leiter von Jugend und Sport (J+S) im Einsatz; also rund fünf pro Lager. Damit wurden J+S-Gelder in Höhe von 63452 Franken oder 1380 Franken pro Lager ausgelöst.

Damit die J+S-Anerkennung erworben und erneuert werden kann, bietet das Amt für Sport Lehrpersonen des Kantons Zug jedes Jahr eine Grund- und alle zwei Jahre eine Weiterbildungsmöglichkeit im Fach «Schneesport» an.

Anmeldeverfahren läuft wieder

«Dass die Schülerzahlen konstant hoch sind, spricht für das Angebot und die Qualität der Schneesportlager im Kanton Zug. Die Zuger Sportwoche ist einmalig und hat Tradition», sagt Bildungsdirektor Stephan Schleiss dazu. Er betont dabei, dass Lehrpersonen in einer Lagerwoche einen grossen Mehraufwand leisten würden. «Dieses Engagement zahlt sich mehrfach aus», so Schleiss.

Die Chancen stehen laut Angaben der Bildungsdirektion gut, dass der Trend zum Besuch eines Schneesportlagers weiter anhält. Aktuell haben vielerorts im Kanton wieder die Anmeldeverfahren für die Lager im Jahr 2018 ­begonnen. (red)