ZUG: Schulen haben Mühe, Heilpädagogen zu finden

Für die Integrative Förderung sollten eigentlich auch Heilpädagogen in den Schulzimmern sein. Doch oft müssen normale Lehrpersonen diese Aufgabe übernehmen.

Christian Glaus
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Für viele Schulleiter ist es zum Verzweifeln. Seit der Einführung der Integrativen Förderung sollten nicht mehr nur Lehrpersonen im Schulzimmer stehen, sondern regelmässig auch Heilpädagogen. Doch diese zu finden, ist schwierig. Die Stadtschulen Zug suchen aktuell zwei Heilpädagogen, eventuell kommen später noch zwei weitere Stellen hinzu. Aber schon das Inserat deutet auf die schwierige Situation hin: «Unsere Anforderungen: abgeschlossene/begonnene Ausbildung in schulischer Heilpädagogik.» Rektor Urs Landolt öffnet also von Anfang an den Bewerberkreis. Mit gutem Grund, wie er erklärt: «Es ist schwierig, ausgebildete Heilpädagogen zu finden. Diese Leute sind sehr begehrt.» Bei früheren Ausschreibungen sei es auch schon vorgekommen, dass sich kein einziger Heilpädagoge mit abgeschlossener Ausbildung beworben habe.

Das Problem: Durch die Integrative Förderung werden heute mehr Heilpädagogen benötigt als früher. Doch darauf haben die Kantone erst spät reagiert. Weil die Fachkräfte fehlen, übernehmen im Kanton Zug 48 normale Lehrpersonen die Aufgabe von Heilpädagogen. Das heisst, jede fünfte Heilpädagogen-Stelle muss mit einer Person besetzt werden, die nicht über eine entsprechende Ausbildung verfügt.