ZUG: Schwarze statt rote Zahlen im Kanton Zug

Der Kanton Zug hat im vergangenen Jahr gut gewirtschaftet. Die Rechnung schliesst mit einem Gewinn von 6 Millionen Franken um 9,8 Millionen Franken besser ab als budgetiert.

sda/Rem
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Der Kanton Zug schreibt in der Rechnung 2012 schwarze Zahlen. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Der Kanton Zug schreibt in der Rechnung 2012 schwarze Zahlen. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Zwar konnte der Kanton um 27,7 Millionen Franken weniger Erträge verbuchen als veranschlagt. Anderseits lagen aber auch die Aufwendungen unter Budget, und zwar um 37,6 Millionen. Insgesamt betrugen der Aufwand 1,328 Milliarden Franken und der Ertrag 1,334 Milliarden.

Die veranschlagten Mehreinnahmen bei den Steuererträgen wurden deutlich verfehlt. Statt einem Anstieg musste im Vergleich mit 2011 eine Reduktion verbucht werden.

Eigentlich habe man vorsichtiger budgetieren wollen, sagte Hegglin. Aber dann habe man sich auf die optimistischen Erwartungen des Forschungsinstituts BAK Basel abgestützt, die sich allerdings nicht erfüllten. Dennoch könne man nicht von einem Einbruch sprechen: Die Steuereinnahmen lägen im Rahmen früherer Jahre.

Auf der Ausgabenseite fielen vor allem niedrigere Personalkosten (-9,5 Millionen) und ein geringerer Transferaufwand (-18,3 Millionen) ins Gewicht. Bei den Personalkosten wirkte sich vor allem das Fehlen der Teuerung aus. Bei den Transferkosten war unter anderem der Aufwand für die Spitalfinanzierung geringer als befürchtet.

Sorgenkind NFA

Anderseits stieg der Zuger Anteil für den nationalen Finanzausgleich (NFA) gegenüber dem Vorjahr um 23 Millionen auf 262 Millionen Franken an. Die Gemeinden beteiligten sich daran mit 33,5 Millionen.

Der NFA macht dem Finanzdirektor etwas Sorge. Hier werde es sicher noch zu einem zähen Verteilkampf kommen, sagte er. Es könne aber nicht angehen, dass jene Kantone noch mehr zur Kasse gebeten würden, die vorgesorgt hätten - zu Gunsten von solchen, die dies versäumt hätten.

Alle Investitionen selbst bezahlt

Hohe Investitionen tätigte der Kanton Zug vor allem für Verkehr, Bildung und Soziales. Die drei grössten Brocken gingen an den Strassenbau (23,6 Millionen), als Darlehen an die Zürcher SBB-Durchmesserlinie (12,6 Millionen) und an verschiedene Informatikprojekte in der Kantonsverwaltung (11,1 Millionen).

Insgesamt weist die Rechnung Nettoinvestitionen von 80,6 Millionen Franken aus. Der Selbstfinanzierungsgrad betrug 105,5 Prozent. Das bedeutet, der Kanton konnte all seine Investitionen selbst bezahlen.

Bewährte Strategie

Neu gehört neben der Jahresrechnung auch der Jahresbericht des Regierungsrats in den Geschäftsbericht. Laut Hegglin hat sich die regierungsrätliche Strategie 2010-2018 als gute Basis erwiesen.

Sie soll für die kommenden Jahre denn auch beibehalten werden. Von den 48 Legislaturzielen konnten im Berichtsjahr 17 abgehakt werden. Bei anderen gehe es mit der Planung gut voran.