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ZUG: Schweisstreiben auf dem Berg

Dutzende kräftige Männer schwingen am Sonntag auf dem Zugerberg miteinander gegeneinander. Den rund 700 Zuschauern gefällt es.
Vanessa Varisco
Der Walchwiler Remo Betschart (in Blau) hat gegen Bruno Nötzli zu kämpfen. (Bild Werner Schelbert)

Der Walchwiler Remo Betschart (in Blau) hat gegen Bruno Nötzli zu kämpfen. (Bild Werner Schelbert)

Zugerbergschwinget in Zug. Im Bild: Christian Gwerder oben gewinnt Manuel Elsener Aegerital. (Bild: Werner Schelbert (Neue ZZ))
Christian Gwerder (links) putzt Manuel Elsener Aegerital das Sägemehl vom Rücken. (Bild: Werner Schelbert (Neue ZZ))
Bruno Nötzli und Remo Betschart am Fest. (Bild: Werner Schelbert (Neue ZZ))
Kantonsratspräsident Moritz Schmid war auch dabei. (Bild: Werner Schelbert (Neue ZZ))
Bruno Nötzli und Remo Betschart am Fest. (Bild: Werner Schelbert (Neue ZZ))
Es wurde auch gejodelt am Schwingfest. (Bild: Werner Schelbert (Neue ZZ))
Alphorngruppe aus Walchwil. (Bild: Werner Schelbert (Neue ZZ))
Wurst und Brot gehören dazu. (Bild: Werner Schelbert (Neue ZZ))
8 Bilder

Zugerberg Schwinget

Vanessa Varisco

Auf Los stemmen sich die Schwinger mit voller Kraft gegen ihren Konkurrenten, um ihn dann mit einer ruckartigen Bewegung an der kurzen Zwilchhose aus dem Gleichgewicht zu bringen und bestenfalls auf den Rücken zu legen. Da jedoch beide Schwinger oft gleich viel Kraft und Kampfgeist haben, ist es oftmals ein hartes Duell. Selbst wenn sie beide am Boden liegen, allerdings noch nicht auf dem Rücken, wehren sie sich mit aller Kraft, versuchen sich unermüdlich wieder hochzudrücken. Dabei werden sie von den zahlreichen Besuchern angefeuert. «Es ist ein traditioneller und spektakulärer Sport, deshalb gefällt er mir unheimlich gut», sagt Ramona Iten aus Menzingen. Zu sehen gibt es tatsächlich viel, denn die Kämpfe sind vielseitig und abwechslungsreich. Die ständigen Wechsel der Sportler macht das Ganze zusätzlich dynamisch.

Beim Vordergeissboden in der idyllischen Moränenlandschaft des Zugerbergs sind die vier Sägemehlringe aufgebaut. Die Sportler haben nicht viel Zeit die sanfte Landschaft zu geniessen, doch den Besuchern fällt die bemerkenswerte Kulisse auf. «Wir waren noch nie hier. Aber es ist ein gut gewählter Ort für einen Schwingerwettkampf mitten in der Natur», meint Peter Zwick aus Luzern. Viele Spaziergänger bleiben auch stehen und schauen sich einige Minuten den Wettkampf an. Auch das Wetter spielt am gestrigen Tag mit.

Das Publikum fiebert mit

Auf den vier Zirkeln wird unterdessen weitergeschwungen. Einige Kämpfe sind schnell entschieden – ein energiegeladener Schwung, und der Konkurrent muss sich geschlagen geben. Andere dauern länger, was merklich an der Ausdauer der kräftigen Männer zehrt. Immer wieder werden sie an den Rand des Rings gedrängt, mobilisieren aber noch einmal alle Kräfte, und der Konkurrent gerät wieder ins Hadern. Der schwere Atem ist bis zu den Zuschauern auf den Bänken zu hören, die mitfiebern. Manche beissen sich auf die Lippe und drücken hoffnungsvoll die Daumen. Denn die meisten Schwinger haben Publikum mitgebracht. «Ich bin hier wegen meinen Freunden und besuche ab und zu ein Schwingfest. Mir ist es ein Anliegen, dass Schweizer Traditionen gepflegt und erhalten bleiben», betont die Besucherin Daniela Moos. Nach einem versöhnlichen Handschlag treten die Schwinger voller Sägemehl und erschöpft aus dem Ring.

Neben dem traditionellen Sport, gilt es die urchige Ländlermusik zu geniessen, die in der gut besuchten Festwirtschaft läuft. Denn die Schwinger wie auch Besucher müssen ihre Kraftreserven wieder auftanken.

Zugerberg-Schwinget (74 Schwinger, 700 Zuschauer).
Schlussgang: Reto Nötzli (Pfäffikon) bezwingt Andy Murer (Seedorf) nach 6:50 Minuten mit Fussstich. Rangliste: 1. Reto Nötzli (Pfäffikon) 59,75. 2. Bruno Nötzli (Pfäffikon) 58,50. 3. Murer, Rainer Betschart (Walchwil) und Stefan Kenel (Oberarth) je 57,25. 4. Christian Gwerder (Oberarth) 57,00. 5. Remo Betschart (Walchwil), Peter Imfeld (Lungern), Bruno Linggi (Goldau) und Stefan Heinzer (Morgarten) je 56,75.

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