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ZUG: Seit 30 Jahren geht’s bergauf

Der Zugerberglauf des Kollegium St. Michael feiert Jubiläum – ein Blick zurück mit dem Gründer, und was sich im Lauf der Zeit geändert hat.
Raphael Biermayr
Die Kollegianer laufen gegeneinander – und gegen die Uhr. (Bild: PD)

Die Kollegianer laufen gegeneinander – und gegen die Uhr. (Bild: PD)

Raphael Biermayr

raphael.biermayr@zugerzeitung.ch

Viele kennen den Weg von der Schönegg auf den Zugerberg von Schlittenfahrten, also von oben nach unten. Die Schüler des Kollegiums St. Michael wählen die beschwerlichere Variante: von unten nach oben – rennend. Am 25. Oktober (Verschiebedatum: 8. November) steht die 30. Austragung dieses Zugerberglaufs – nicht zu verwechseln mit dem Lauf im Rahmen der Zugerberg-Classic – auf dem Programm. Der seit diesem Sommer pensionierte Ex-Lehrer Franz Rothenfluh, der den Lauf initiierte, erinnert sich an die Anfänge. Er wollte das Messen einzelner Schüler untereinander ermöglichen, denn bis dahin gab es nur mannschaftssportliche Wettbewerbe. Bei denen habe es mit Ausnahme von Medaillen und Auszeichnungskarte keine Preise zu gewinnen gegeben. So schaffte Rothenfluh durch einen Gabentempel einen Anreiz zur Teilnahme.

Diese lässt sich sehen: Es sind seit Anbeginn immer deutlich über 100 Schüler am Start. «In den ersten zehn Austragungen war es problemlos möglich, von Firmen, Banken, Versicherungen et cetera gesponserte Preise in Aussicht zu stellen. Später musste dann aufgrund der etwas stagnierenden Grosszügigkeit jeweils ein Teil des Gabentempels zugekauft werden», sagt er rückblickend. Sein Nachfolger als Organisator, der Kollegi-Lehrer Dominic Siegel (33), stellt heute wieder eine Zunahme der Bereitschaft seitens Sponsoren fest. Auf die drei Erstklassierten der Gesamtrangliste warteten zudem grosse Pokale – viele Jahre finanziert von der Lehrerschaft. Heute übernimmt gemäss Siegel die Schulleitung diesen Posten.

Schnee und Sonnenbrand

Leistung stand beim Zugerberglauf der Kollegianer stets im Vordergrund. Darum gilt: Wer länger als 45 Minuten für die rund 2,5 Kilometer lange Strecke braucht, ist nicht preisberechtigt. Die Zeiten lassen sich über die Jahre nicht seriös miteinander vergleichen, denn die äusseren Bedingungen waren sehr unterschiedlich. «Es gab schon Läufe bei 30 Zentimetern Schnee auf dem Zugerberg und bitterkalten Temperaturen, aber auch Läufe bei über 20 Grad und strahlendem Sonnenbrand-Sonnenschein», zeigt Siegel auf.

Unter seiner Ägide – seit 2008 zeichnet der Chamer verantwortlich – sind einige Neuerungen eingeführt worden. So gibt es mittlerweile eine separate Ehrung der Mädchen und Jungen – in den ersten Jahren des Laufs war unter den Schülern sowieso nur das männliche Geschlecht vertreten gewesen. Eine Änderung verbinden die Schüler mit unguten Gefühlen: Die «Bettelbriefe» an die Sponsoren packt nicht mehr der Organisationsverantwortliche ab, sondern die Schüler, die am Mittwochnachmittag nachsitzen müssen.

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