Zug setzt auswärtigen Staatsanwalt ein

Ein Brüderpaar attackiert seit langem verschiedene Amtsstellen und Einzelpersonen. Ihr Vorwurf: Die wahren Todesumstände im Fall Friedrich Leibacher seien in einem grossen Komplott vertuscht worden. Jetzt hat die Zuger Exekutive auf die Verschwörungstheorien reagiert – mit zwei Strafanzeigen.

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Der Attentäter von Zug habe sich nach seiner Bluttat vom 27. September 2001 nicht selber getötet, sondern sei auf dem Trottoir vor dem Regierungsgebäude durch Polizisten hingerichtet worden. Auf Weisung der Zuger Justiz- und Polizeibehörden sei der Skandal daraufhin unter dem Deckel gehalten worden; sämtliche Ämter, sämtliche Parteien und sämtliche Medien – auch unsere Zeitung – hätten einen Maulkorb auferlegt bekommen. Diese zumindest abenteuerliche, wenn nicht abstruse Attentatsversion verbreiten zwei Brüder seit einiger Zeit, unter anderem mit Plakataktionen, auf Flugblättern und auf ihrer Homepage. Vorneweg: Zumindest der Vorwurf, unsere Zeitung halte in der Sache Fakten zurück, ist frei erfunden und falsch, so heftig er auch formuliert wird.

Überhaupt geht das Brüderpaar in seinen Attacken keineswegs zimperlich und stets sehr persönlich vor. Derzeit prominenteste Figur in seinem Fokus ist – neben Vertretern der Regierung, der Polizei, der Justiz und der Medien – Urs Hürlimann, damaliger Zuger Polizeikommandant und designierter Zuger Gesundheitsdirektor. Die massiven Anschuldigungen haben nun den Regierungsrat handeln lassen: Er reichte Strafanzeige gegen die Männer ein, wie die Medienstelle der Zuger Strafverfolgungsbehörden schriftlich bestätigt.

Christian Peter Meier und Marco Morosoli

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