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ZUG: Sich selbst lieben lernen

An der FMS Zug findet zurzeit der Kurs Mindful Self-Compassion, kurz MSC, für Schülerinnen statt. Unter Anleitung soll es den Teilnehmerinnen gelingen, Freundschaft mit sich selbst zu schliessen.
Vanessa Varisco
Sich zu erholen und mit sich selbst zu versöhnen, lernen die Teilnehmerinnen des MSC-Kurses. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 22. März 2018))

Sich zu erholen und mit sich selbst zu versöhnen, lernen die Teilnehmerinnen des MSC-Kurses. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 22. März 2018))

Vanessa Varisco

redaktion@zugerzeitung.ch

In einem kleinen Kreis sitzen die Teilnehmerinnen mit geschlossenen Augen auf Yogamatten und konzentrieren sich ganz auf ihre Atmung. Unter der Leitung von Rita Girzone, Psychologie-Lehrerin und Trained Teacher in MSC, meditieren die Schülerinnen zu Beginn jeder der acht Kurssitzungen zehn bis zwanzig Minuten lang. Auch an diesem Donnerstagabend geben sie sich anfangs der entspannenden Meditation hin, nehmen ihren Körper und ihre Gedanken bewusst wahr. «Den Kurs besuche ich, da ich einerseits etwas für mich tun und andererseits Freundschaft mit mir selber schliessen wollte», sagt Rebecca Auer aus Unterägeri, die begeistert ist vom Kurs und schon einiges mitnehmen konnte aus den Sitzungen.

Neben der Meditation ist der Austausch der Teilnehmerinnen untereinander besonders wichtig, in einem offenen Dialog berichten die Schülerinnen, wie es ihnen ergangen ist mit den Übungen im Alltag. So sollen sie nämlich die Techniken, die sie im Kurs kennenlernen, bis zur nächsten Sitzung bewusst einbauen und sich ab und an einen Moment der Erholung gönnen. «Den Austausch mit den anderen Schülerinnen empfinde ich als ausserordentlich wertvoll, weil mir dadurch bewusst wurde, dass andere ähnliche Schwierigkeiten haben», findet Rebecca Auer, die Stresssituationen überwiegend in der Schule erlebt.

Drei Pfeiler zum Selbstmitgefühl

Das gemeinsame Menschsein ist neben der Achtsamkeit und der Selbstfreundlichkeit einer der drei Pfeiler zum Selbstmitgefühl. «Ziel des Kurses ist es, dass die Teilnehmerinnen mehr Selbstliebe und Selbstfürsorge erleben und so besser mit den Auf und Abs des Lebens umgehen können», erklärt Kursleiterin Rita Girzone und fügt an, «Ich finde es berührend und inspirieren, dass junge Leute dazu bereit sind, sich mit sich selbst zu befassen.»

Jede der dreistündigen Sitzungen hat einen Schwerpunkt. An diesem Tag widmen sich die Teilnehmer dem Thema «Innig Leben». Mit geschlossenen Augen stellen sich die Schülerinnen ihren achtzigsten Geburtstag vor, überlegen, was sie bis dann erreicht haben möchten und erarbeiten daraus ihre Grundwerte. In einer anschliessenden Diskussion tauschen sie sich über ihre Leidenschaften und Ziele aus. Bereichert wird der Kurs weiter von Gedichten und Zitaten. «Wenn die verinnerlichten Werte ausgelebt werden, bringt uns das zum Leuchten», so Rita Girzone. Die hilfreichen Tipps und Tricks zur Selbstliebe und Freundschaft mit sich selber bauen die Teilnehmerinnen immer wieder in ihren Alltag ein, sodass sie Probleme und Schwierigkeiten akzeptieren und sich nicht mehr durch Selbstkritik sondern durch Selbstmitgefühl anspornen. «Der Kurs hilft mir, schwierige Situationen zu akzeptieren», meint Rebecca Auer, die von der Erholung profitiert, welche im Kurs vordergründig ist.

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