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Zug singt in den eigenen Gassen

In den Altstadtgassen, auf Plätzen, in Pärken, Kirchen und Kulturräumen der Stadt wurde Samstagnacht in zahlreichen Sprachen und Stilrichtungen gesungen. Die erste Zuger Chornacht, an der 31 Chöre teilnahmen, war ein voller Erfolg.
Cornelia Bisch
Der Nostalgiechor Zug singt an der 1. Zuger Chornacht im Stadtpark ob dem Casinoparkhaus.(Bild: Roger Zbinden (Zug, 15. September 2018))

Der Nostalgiechor Zug singt an der 1. Zuger Chornacht im Stadtpark ob dem Casinoparkhaus.(Bild: Roger Zbinden (Zug, 15. September 2018))

Vokalisten auf dem Hirschenplatz, Volkstümliches am Greth Schell Brunnen, Pop im Theater Casino Zug, Nostalgisches im Stadtpark, die erste Zuger Chornacht bot alles, was das Herz begehrt. 31 Chöre mit rund 900 Sängerinnen und Sängern präsentierten auf neun Bühnen in über 60 Kurzkonzerten ihr künstlerisches Schaffen, das die verschiedensten musikalischen Stilrichtungen abdeckte.

Die lauen Temperaturen des strahlenden Altweibersommertags zogen Hunderte von Besuchern in die Altstadt. «Wir freuen uns sehr über den grossen Publikumsaufmarsch», erklärte OK-Mitglied Myrtha Schuler. «Es hat alles wunderbar geklappt.» Manche Zuschauer blieben lange vor ein und derselben Bühne stehen und liessen sich das Programm der im Halbstundentakt wechselnden Chöre munden, während andere von Ort zu Ort zogen und die verschiedenen, nahe beieinander liegenden Umgebungen und klanglichen Stimmungen auf sich wirken liessen. Im Casino ging der Wechsel von Publikum und Chören zügig und problemlos vonstatten, die etwas knappen Platzverhältnisse im Rathaussaal erforderten etwas mehr Geduld.

Der Jodlerklub Heimelig Baar trug seine Stücke auf dem Burgbachplatz vor. (Bild: Roger Zbinden (Zug, 15. September 2018))
Der A-Cappello Pop Chor sang auf der Bühne im Theater Casino Zug auf der Bühne.(Bild: Roger Zbinden (Zug, 15. September 2018))
Der Zuger Kammerchor singt in der Kirche St. Oswald. (Bild: Roger Zbinden (Zug, 15. September 2018))
Die Heiri-Singers traten auf dem Burgbachplatz auf.(Bild: Roger Zbinden (Zug, 15. September 2018))
Der Chor Ad Libitum gibt ein Ständchen zum Besten. (Bild: Roger Zbinden (Zug, 15. September 2018))
Der Nostalgiechor Zug singt im Stadtpark oberhalb des Parking Casino. (Bild: Roger Zbinden (Zug, 15. September 2018))
Beim Nostalgiechor Zug ist die richtige Aufmachung genauso wichtig wie der Gesang. (Bild: Roger Zbinden (Zug, 15. September 2018))
Zuger Chornacht 2018. (Bild: Roger Zbinden (Zug, 15. September 2018))
8 Bilder

Zuger Chornacht

«Die Chöre können sich hier präsentieren und zeigen, wie schön es sein kann, in einem Verein mitzuwirken», betonte Szilvia Géczy, Dirigentin des Zuger Singkreises. Sie hofft, mit dem gelungenen Mix aus Highlights der vergangenen Konzertprogramme den einen oder anderen Zuschauer zum Mitsingen animiert zu haben. «Organisatorisch war dies für uns recht anspruchsvoll. Aber die Idee der Chornacht ist wunderschön.»

Erklärtes Ziel der Veranstalter war es, eben diese Vielfalt der Zuger Chorszene aufzuzeigen. Die Idee dazu sei vor zwei Jahren bei einer Kreativsitzung des Vorstands von «Audite Nova» entstanden, berichtete der Dirigent des grössten Zuger Chors Johannes Meister.

Direkt aufs Publikum zugehen

«Der Hauptgedanke war, eine grosse Chorfamilie zu bilden. Wir wollten damit direkt aufs Publikum zugehen, statt es wie sonst in unsere Konzerte zu holen.» Er stelle immer wieder fest, dass bei manchen Leuten eine gewisse Schwellenangst überwunden werden müsse, bevor sie ein Konzert besuchten. «Wenn man in den Gassen der Stadt einfach mal reinhören kann, baut sich diese Angst ab», ist Meister überzeugt. Schliesslich reichte der Vorstand die Idee beim Projektwettbewerb der Zuger Kantonalbank «Ideen für Zug» ein. Sie wurde als eines von zwölf Projekten ausgewählt und finanziell unterstützt.

Nach 23 Uhr zogen sich die Konzertaktivitäten in die Kirche St. Michael zurück, wo der Chor Audite Nova seinen Beitrag in ungewöhnlicher Form leistete. Ob seiner schieren Grösse von rund 100 Mitgliedern war es ihm nur dort möglich, gesamtheitlich aufzutreten. Während Dirigent Johannes Meister im Chor der Kirche von Scheinwerfern beschienen den Taktstock erhob, war vom Chor nichts zu sehen. Zwei Herzschläge später erklang Händels «Halleluja» aus den Reihen der Zuhörer, in denen sich die Chormitglieder verborgen hatten. Ein überaus gelungener, sehr emotionaler Auftritt, dem zwei fast sphärisch klangvolle Kompositionen folgten. Ein Ad-hoc-Chor präsentierte eine humorvolle Ode an die Musik und die Stadt Zug, komponiert von Cyrill Schürch und getextet von Judith Stadlin. Wie OK-Präsident Andreas Wepler erklärte, könnte dies die Hymne der Zuger Chornacht werden.

Vielleicht etwas zu komplex und etwas langatmig gestaltete sich die anschliessende dreiteilige Gesangsmitwirkung des Publikums mit Circle Songs, dem Gospel «Oh Happy Day» und einer alpenländischen Improvisation mit Unterstützung eines Alphornbläsers.

Es war das berauschende Finale eines überaus gelungenen Anlasses, der buchstäblich nach einer Wiederholung schreit, was Andreas Wepler mit den Worten: «Wenn es Ihnen gefallen hat, sehen wir uns an der nächsten Zuger Chornacht wieder», denn auch wagemutig ankündigte.

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