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ZUG: Snowkiter heizen in Menzingen über die Felder

Einige Snowkiter tummelten sich vergangene Woche beim Gubel. Sie nutzen die guten Bedingungen aus. Denn so schnell wie der Wind gekommen ist, so schnell verschwindet er auch wieder.
Carmen Rogenmoser
Dynamik und Tiefschnee: Lukas Pitsch (vorne) und Julian Meister «in Action» in Menzingen.Bild: (Bild: Ramona Studer/PD (14. Januar 2017))

Dynamik und Tiefschnee: Lukas Pitsch (vorne) und Julian Meister «in Action» in Menzingen.Bild: (Bild: Ramona Studer/PD (14. Januar 2017))

Carmen Rogenmoser

carmen.rogenmoser@zugerzeitung.ch

Der Wind pfeift um die Ohren, Schneeflocken peitschen ins Gesicht, es ist bitterkalt: ideale Bedingungen also für Lukas Pitsch (31), Julian Meister (25) und Ramona Studer (27). Die drei haben sich am letzten Samstag auf ihren Ski von Drachen über die verschneiten Felder in Menzingen ziehen lassen. Snowkiting heisst diese Sportart. Das Kitesurfen wird im Winter also einfach vom Wasser auf den Schnee verlagert. «Normalerweise sind wir vor allem im Sommer auf den Seen unterwegs», bestätigt Lukas Pitsch. «Doch auch der Winter ist für uns sehr interessant.»

Der 31-Jährige ist ein angefressener Kitesurfer. Gemeinsam mit Meister reiste er gar ein Jahr lang um die Welt und besuchte unzählige Kitespots. Kite bedeutet Lenkdrachen. Egal ob Snow­kiten oder einfach Kitesurfen, der Wind spielt hier die Hauptrolle. «Wir studieren Landkarten und Wetterprognosen auf der Suche nach dem idealen Gelände für die vorhergesagte Windrichtung und Windstärke», erklärt Pitsch. So können sie sich ein Bild davon machen, wo es für das Kiten geeignet ist und wo die Chancen auf konstanten Wind gross sind. Die Informationen dafür erhalten die erprobten Kitesurfer im Internet, beispielsweise mit Windsimulatoren. «Schussendlich entwickelt man ein Gefühl dafür, bei welchen Vorhersagen man wohin gehen muss.»

Menzingen ist geeignet für Anfänger

Bis man schliesslich über den Schnee flitzen kann, muss also einiges an Vorarbeit geleistet werden. «Es bleibt aber immer auch eine Lotterie. Es kann alles aufgehen und funktionieren oder dann auch nicht.» Beim Snowkiten kommen zum Wind zwei weitere Komponenten hinzu: der Schnee und die Sicht. «In Menzingen erwischten wir den perfekten Tag», erinnert sich Lukas Pitsch. Bereits am Abend vorher haben die drei erkannt, dass die Winde gut werden. Zudem sei genügend Neuschnee gefallen. Dass es dann tatsächlich so war, zeigen die Bilder eindrücklich. «Menzingen ist ein eher einfacher Ort und durch das flache Gelände ideal für Anfänger», erklärt Lukas Pitsch. Fortgeschrittene gehen gerne auch ins Hochgebirge, nehmen höchstens zum Start den Skilift und lassen sich anschliessend mit Hilfe des Drachens weiter in die Höhe ziehen. «So kann man wunderbare Touren machen und anschliessend den Pulverschnee voll auskosten.» Abenteuer und Adrenalin pur.

Nacht-Slalom findet statt

Ski-Klub  Die Skipiste am Menzinger Lindenberg ist so gut wie schon lange nicht mehr. Deshalb kann der Ski-Klub Menzingen den Nacht-Parallelslalom wieder durchführen. Er findet kommenden Samstag, 21. Januar, statt. Interessierte können sich von 17 bis 17.45 Uhr einschreiben. Der Start ist um 18 Uhr. Das Startgeld inklusive Skilift beträgt 10 Franken. Insgesamt kann man sich in fünf Kategorien messen: Kinder bis 12 Jahre, Jugendliche bis 16 Jahre, Snowboard, Damen und Herren. Die Rennleitung liegt bei Fredy Abächerli. Eine Festwirtschaft ist ebenfalls vorhanden. Bei unsicherer Witterung kann man sich unter www.skiklubmenzingen.ch über die Durchführung informieren.

cro

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