ZUG: So heisst der suspendierte Kantonsrichter

Die «Neue Zuger Zeitung» holt nach, was die Behörden versäumen – und nennt den Namen des freigestellten Richters.

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Das Gerichtsgebäude in Zug. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Das Gerichtsgebäude in Zug. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

cpm. Michael Beglinger: So heisst der sozialdemokratische Kantonsrichter, der jüngst vom Obergericht suspendiert wurde, weil sein Verhalten «im Betrieb ein normales Arbeitsklima verunmöglicht» habe. Die «Neue Zuger Zeitung» nennt seinen Namen in der Ausgabe vom Dienstag. Dies nachdem die Behörden tagelang gemauert haben und stets bloss von einem «Mitglied des Kantonsgerichts» sprachen.

Dieses Versteckspiel kam in der Zuger Öffentlichkeit nicht gut an. Auch Experten wie Iwan Rickenbacher halten die Kommunikationssperre für problematisch: «Wenn so etwas passiert, dann muss man den Namen sagen», ist er überzeugt. Damit schaffe man von vorneherein Klarheit. Medienrechtler Peter Studer, ehemaliger Präsident des Presserates, fordert ebenfalls: «Zuger Kantonsrichter sind vom Volk gewählt, und die – äusserst seltene – Suspendierung eines Kantonsrichters ist ein Akt von hohem öffentlichem Interesse.» Und er ergänzt: «Das Faktum und der Name müssen bekannt gegeben werden, schon um Gerüchten vorzubeugen.»

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Zuger Zeitung oder im E-Paper.