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ZUG: So können Beizen funktionieren

Die Gastronomie hat es nicht leicht. Immer wieder machen Betriebe zu. Wie kann man diesen Trend aufhalten? Ein Experte gibt Tipps.
Einsamer Gast: Gastro-Experte Michale Hostmann weiss indes, was Beizen attraktiv macht. (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)

Einsamer Gast: Gastro-Experte Michale Hostmann weiss indes, was Beizen attraktiv macht. (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)

wh. Wirt sein ist heutzutage ein hartes Business. Das Beizensterben nimmt kein Ende (wir berichteten aktuell). Und die Spitze der Fahnenstange dieser negativen Entwicklung ist noch nicht erreicht. Experten prognostizieren, dass es nächstes Jahr noch einige Zuger Betriebe schwer haben werden zu überleben. Hilft da die Wiedereinführung des Fähigkeitsausweises für Wirte weiter?

«Wirteprüfung bringt nichts»

Michael Hostmann vom Kompetenzzentrum für das Gastgewerbe und die Hotellerie AG in Kriens, hat dazu eine klare Meinung. «Nein, so eine Wirteprüfung bringt nichts – denn es gibt ja auch genügend Wirte mit einer solchen Prüfung, die eingehen.» Aber was kann man dann tun, um die Gemütlichkeit von Beizen zu erhalten und Wirtshäuser und Restaurants als gesellschaftliche Treffpunkte? Hostmann appelliert in erster Linie an die Wirte selbst. «Es zeigt sich immer wieder, dass der kreative und gästefreundliche Wirt erfolgreich ist.» Was die Kreativität des Wirts anbelangt, sieht der Gastro-Experte Chancen für einen erfolgreichen Betrieb, wenn der Beizer es verstehe, auf die aktuellen Bedürfnisse des Gastes einzugehen. «Dazu gehört ein ordentliches Konzept sowie die Idee für eine eigene Nische – und nicht einfach der Versuch, die Idee eines anderen zu kopieren. Das Konzept muss auf den Wirt passen, auf seine Infrastruktur, auf seine Kundschaft, auf sein Personal.» Ganz zu schweigen vom entsprechenden Einsatz. «Es muss das Ziel sein, jeden Tag zwei neue Stammkunden anzuwerben. Ebenso muss die Qualität und Konstanz des Angebots stimmen.» Das ist keine leichte Aufgabe.

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