ZUG: So mancher Geist wird hier geweckt

Der Chesselwy lässt die Altstadt von den schrägen Klängen der Guggen vibrieren. Die Fasnächtler freuts.

Monika Wegmann
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Am Chesselwy geben die Guggenmusiker noch ein mal ihr Bestes. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Am Chesselwy geben die Guggenmusiker noch ein mal ihr Bestes. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Da rannte doch gestern Abend tatsächlich noch ein Samichlaus durch die Altstadt, der sicher den Abflug verpasst hat. Man konnte überhaupt die lustigsten Gestalten sehen: hübsche Schäfchen, fröhliche Sträflinge, Piraten und den König von Zug mit seinem Gefolge.

Der Fantasie von jungen und älteren Fasnächtlern sind keine Grenzen gesetzt. Und über allem dröhnen die Bässe und Rhythmusinstrumente der vielen Guggen, die am Chesselwy auf den drei Bühnen Zytturm, Fischmärt und Landsgemeindeplatz abwechselnd nochmals alles geben.

Die Lorze-Dräck-Gusler aus Cham lösen am Zytturm die Kollegen aus Hochdorf ab. Für jedes Stück, das voller Begeisterung und mit pfiffigen Einlagen dargeboten wird, gibt es Applaus von den Zuhörern, die unter Regenschirmen der nassen Witterung trotzen.

Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ
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Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ
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Bild: Susanne Holz / Neue ZZ
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Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ
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Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ

Die Stimmung ist dennoch fröhlich, es wird gewippt, getanzt und mitgesungen. Die Quaker aus Hünenberg sind ein Knaller. Mit ihrer witzigen Show und den rassigen Klängen der «Küchenbrigade» bringen sie den Fischmärt zum Beben.

Die ganze Altstadt dröhnt wider von den schaurig schönen Klängen, welche selbst Gespenster zum Ausflippen verleiten könnten. Es ist ein Kommen und Gehen zwischen den Plätzen. Auch die Restaurants werden geschätzt, um sich kurz aufzuwärmen oder den Getränkevorrat zu ergänzen.

An den verschiedensten Orten warten die Guggenmusiker mit ihren Instrumenten auf ihren Einsatz, denn das Festzelt auf dem Landsgemeindeplatz ist rappelvoll. Hier gelingt es den Gässer Moo Hülern sogar, eine Kannibalin zum fröhlichen Schunkeln zu verleiten.

Es wird geschunkelt

Die Minifodrios aus Baar sind kurz im «Domus» eingekehrt. «Seit zwei Uhr früh sind wir schon auf der Piste, und bis 2 Uhr halten wir es ganz sicher aus», sagt einer von ihnen. Es werde abwechslungsweise gespielt und «ghöcklet». Und was ist ihr grösster Hit? «Das ist ganz sicher «Billie Jean» von Michael Jackson», lacht eine der Frauen.

Die älteren Semester geniessen bei Wein und Bier vor dem Felsenkeller die Stimmung. Hier sind gerade die Baarer Belcantos in ihren leuchtend grünen und roten Kostümen im Einsatz. Und das Publikum wiegt sich genüsslich zu den Klängen ihres grössten Hits «Purple Rain».

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