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ZUG: Sogar in Bayern ist das Zuger Chriesi ein Thema

Die Interessengemeinschaft Zuger Chriesi hat sich zum Ziel gesetzt, 1000 Kirschbäume zu pflanzen. Dieses Ziel kommt immer näher. Die Baumpaten erhalten dabei eine wenig überraschende Gutschrift.
Prachtvolle Chriesibluescht beim Hof Nottikon unterhalb des Milchsuppensteins in der Gemeinde Baar. (Bild: PD)

Prachtvolle Chriesibluescht beim Hof Nottikon unterhalb des Milchsuppensteins in der Gemeinde Baar. (Bild: PD)

Wer Sportberichte über Vereine aus Zug aus früherer Zeit liest, findet dort oft die Bezeichnung Kolinstädter. Dies als Referenz für den in der Schlacht bei Arbedo (1422) gefallenen Zuger Bannerträger Peter Kolin. Heute würde sich Kirschenstädter eher als Synonym für Zug eignen. Die Zuger Kirschen oder Chriesi erleben eine wahre Renaissance, nachdem die Hochstämmer mit den leckeren roten Früchten im vorigen Jahrhundert nach und nach aus der Landschaft des kleinsten Vollkantons der Schweiz verschwunden sind.

Dies ist der Interessengemeinschaft Zuger Chriesi zu verdanken. Die Vereinigung hat 2008 ein ehrgeiziges Projekt gestartet: «1000 Kirschbäume für Zug». Laut einer Mitteilung der IG hat das Vorhaben die Zielmarke bald erreicht. Bereits seien über 800 Kirschbäume neu gepflanzt worden, die derzeit in voller Blüte stehen.

Kirschbaumpaten erhalten eine leckere Gutschrift

Es werden aber weiterhin Paten gesucht, die weitere Kirschbäume finanzieren. Eine solche Verpflichtung dauert zehn Jahre. In den ersten fünf Jahren ist ein Obolus von 99 Franken fällig, danach ist jährlich noch eine Zahlung von 66 Franken zu entrichten. Alles in allem kostet das Engagement 825 Franken. Der Spender erhält dabei ab dem sechsten Beitragsjahr bis zum Patenschaftsende nach zehn Jahren eine Gutschrift. Zur Auswahl stehen zwei Kilogramm erntefrische Kirchen, eine Zuger Kirschtorte oder eine Flasche Zuger Kirsch. «Wir sind überzeugt, dass die Zuger uns mit weiteren Patenschaften unterstützen, und so der traditionsreichen Zuger Chriesi­kultur zu neuem Aufschwung verhelfen», sagt der Zuger Ständerat Peter Hegglin, welcher der IG vorsteht. Was Hegglin und seine Mitstreiter freuen dürfte: Auch im deutschen Bundesland Bayern ist die Zuger Kirsche ein Thema. In der in München beheimateten Online-Zeitschrift «Grüss Gott» findet sich unter der Überschrift «Die 6 spektakulärsten Blütenwunder im Alpenland» ein Hinweis auf die Zuger Kirschenblüte. Es wird dort eine Wanderung vom Zuger Bahnhof nach Oberwil empfohlen, wo «die besten Kirschen des Zugerlandes wachsen sollen». Und die Redaktion des Magazins, welches das «Beste aus dem Alpenland» verspricht, schlägt den Wanderern zum Schluss vor: «Das Zuger Kirschwasser ist auch ein Schlückchen wert.»

Auf den traditionellen Zuger Chriesisturm weist übrigens auch Zürich Tourismus auf seiner Homepage hin. Dort ist die Veranstaltung in der Zuger Altstadt unter dem Titel «Die verrücktesten Traditionen von Zürich» aufgelistet. Und er wird dabei im gleichen Atemzug mit dem Sechseläuten (24. April) genannt. Der Chriesisturm ist übrigens auf den 19. Juni terminiert, kann aber je nach Reife der Kirschen auch früher oder später stattfinden.

Marco Morosoli

marco.morosoli@zugerzeitung.ch

Hinweis

Alles Wissenswerte über die Interessengemeinschaft Zuger Chriesi finden Sie im Internet auf www.zuger-chriesi.ch.

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