ZUG: Spanier an Post interessiert

Am 9. September findet in Zug wieder das Fest der Nationen statt, und verschiedene Migrationsvereine präsentieren Kulinarisches aus ihrer Heimat. Auch der Verein Centro Español de Zug ist angemeldet. Doch vor zwei Wochen brannte dessen Vereinslokal in der Chollermühle ab.

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Der Schaden am Vereinslokal ist nach dem Brand erheblich. Der Verein sucht nun neue Räumlichkeiten. (Bild: Raphael Biermayr/ZZ, Zug, 20. August 2017)

Der Schaden am Vereinslokal ist nach dem Brand erheblich. Der Verein sucht nun neue Räumlichkeiten. (Bild: Raphael Biermayr/ZZ, Zug, 20. August 2017)

Im «Spanier», wie das Centro genannt wird, sollten die Speisen fürs Fest vorbereitet werden. Doch teilnehmen wird der Verein trotzdem. «Für uns stand eine Absage nie zur Debatte, schliesslich müssen wir zeigen, dass unser Verein fortbesteht», sagt Toni Rodriguez, Präsident des Vereins. Ausserdem sei der Verein auf die Einnahmen dringend angewiesen. «Durch das fehlende Centro generieren wir derzeit nichts mehr.» Sie könnten nun auf die Kapazitäten anderer Vereine zurückgreifen. Doch andere Aktivitäten mussten schon abgesagt werden. «Da wir kein Klubhaus mehr haben, konnte schon ein Töggeliturnier nicht stattfinden, und auch die bevorstehende Jahresversammlung können wir vermutlich nicht durchführen.»

Alte Post überzeugt durch Lage

Priorität hat für den Verein die Suche nach einer neuen Räumlichkeit. Denn die Stadt, Vermieterin der abgebrannten Holzbaracke, hat derzeit keine andere passende Immobilie (Ausgabe vom 22. August) im Angebot. Sie beteilige sich aber derzeit, wie Rodriguez bestätigt, ­aktiv an der Suche nach einer ­Alternative. «Wir werden sicher dann an unserem Stand auf unsere Situation – unter anderem mit Fotos vom Brand – aufmerksam machen und auch sammeln», so Rodriguez. Denn Investitionen würden bei der Übernahme einer neuen Räumlichkeit immer nötig werden. «Falls schon eine gute Infrastruktur vorhanden ist, für Küchengeräte und Inventar, und falls nicht, um etwa eine fehlende Küche einzubauen.»

In den Fokus des Vereins ist während der letzten Tage auch immer mehr die ehemalige Zuger Hauptpost gerückt, wo am Donnerstag eine erste Begehung mit an einer Zwischennutzung Interessierten stattgefunden hat. «Diese wäre aufgrund der Lage ideal. Wir haben jetzt der Post und Stadt unser Interesse bekundet und warten auf Rückmeldung. Vorausgesetzt natürlich, es gebe nicht doch eine Möglichkeit beispielsweise mit Hilfe eines Provisoriums, zügig an den bisherigen Standort zurückkehren zu können. (cg)