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ZUG: Spanischer Verein zieht ins alte Kantonsspital

Zweieinhalb Monate nachdem das Centro Español abgebrannt ist, teilen die Betreiber mit, wie es weitergehen soll. Vorerst werden sie das Lokal des Türkischen Vereins mitbenutzen, schon bald soll es aber ein Provisorium am alten Standort geben.
Ausser den Fahnen ist vom einstigen Centro Español an der Chamerstrasse nichts mehr übrig. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 3. November 2017))

Ausser den Fahnen ist vom einstigen Centro Español an der Chamerstrasse nichts mehr übrig. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 3. November 2017))

Wo sonst Paella, Gambas und andere Köstlichkeiten aus Spanien aufgetischt werden, wütete am morgen des 20. August ein Feuer. Das Centro Español de Zug an der Chamerstrasse 169, Lokal des gleichnamigen Vereins, erlitt beim Brand Totalschaden. Die Brandursache im Gebäude auf dem Areal der Stadt steht immer noch nicht fest: «Die Ermittlungen laufen noch, eine technische Ursache steht aber im Vordergrund», sagt Polizeisprecher Frank Kleiner. Die Spanier aber, die seitdem auf ein Vereinslokal verzichten müssen, schaffen trotzdem Tatsachen. «Da nichts darauf hindeutet, dass jemand den Brand mutwillig verursacht hat, sehen wir dabei kein Risiko», sagt der Präsident des Vereins, Antonio Rodriguez.

Ab dem 11. November, genaue Öffnungszeiten können der Homepage des Vereins entnommen werden, ist der «Spanier» mit eingeschränkter Speisekarte zurück, und zwar im alten Kantonsspital an der Artherstrasse 27. Im ehemaligen Personalrestaurant des Spitals betreibt derzeit der Türkische Verein Zug im Rahmen einer Zwischennutzung sein Vereinslokal. «Da dieses nicht immer ausgelastet ist, ist diese Lösung für beide Seiten vorteilhaft. Wir können das Lokal zu einigen Zeiten benutzen und beteiligen uns gleichzeitig an der Miete», so Rodriguez. Anfänglich werde man vor allem von Donnerstag bis und mit Sonntag vor Ort sein. Doch sehr lange wird diese Lösung nicht bestehen. Denn die Spanier wollen unbedingt an ihren ursprünglichen Standort an der Chamerstrasse zurück. «Die Lage ist gut, und ausserdem haben wir jahrzehntelang ein eigenes Lokal gehabt und wollen auch in Zukunft nicht darauf verzichten», sagt Vereinsmitglied Alberto Casco. Der Hünenberger Architekt hat gestern bei der Stadt Zug ein Konzept für ein Provisorium auf dem Standort des alten Centro Español eingereicht, welches etwa über die gleiche Grösse wie das ehemalige Vereinslokal verfügen soll. «Die Stadt plant zur Zukunft dieses Gebiets eine Studie, diese dauert aber sicherlich einige Jahre. Wir dachten uns, damit bis dann das Land nicht brach liegt, könnten wir es ja nutzen.» Die Idee der Spanier: Die Stadt erstellt ein Provisorium, und die Spanier bezahlen im Gegenzug eine angemessene Miete. Doch bis dies möglich sei, müssten noch einige Hürden genommen werden, so Casco. Denn auch die SBB hätten bei einem allfälligen Baugesuch voraussichtlich ein Mitspracherecht. «Durch den Brand gab es einen zweistündigen Unterbruch auf der wichtigen Strecke Luzern–Zürich, daran hatten die SBB natürlich keine Freude.»

Christian Weber, Leiter Immobilien bei der Stadt Zug, bestätigt die Studie fürs Areal. «Wir haben mit dieser Machbarkeitsstudie aber schon vor dem Brand begonnen, das Areal dort bietet eben durchaus Potenzial für mehr als nur ein Vereinslokal, und die Frage ist, wie diese Fläche am effizientesten genutzt werden kann.» Denn Fakt sei auch, dass die Vereine, die sich derzeit in Zwischennutzung im alten Kantonsspital befinden würden, längerfristig ebenfalls auf eine neue Lösung angewiesen seien. Er finde es aber gut, dass die Spanier nun ein Konzept vorlegen, wie das Areal auch während der Studienzeit genutzt werden könne. «Das Konzept muss nun mit dem Stadtrat besprochen werden, und wenn dieser es gutheisst, wird ein Baugesuch eingereicht.»

Christopher Gilb

christopher.gilb@zugerzeitung.ch

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