ZUG: Sparübung stösst Kulturszene sauer auf

Rund 300'000 Franken will der Stadtrat bei der Kultur sparen – in Absprache mit den Veranstaltern, wie er sagt. Diese sehen das ganz anders.

Red
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Der Grosse Gemeinderat wird über die Kürzungen im Kulturbereich befinden. Beim Theater Casino sollen 200'000 Franken eingespart werden. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Der Grosse Gemeinderat wird über die Kürzungen im Kulturbereich befinden. Beim Theater Casino sollen 200'000 Franken eingespart werden. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Der Stadtrat will die Beiträge für Kulturorganisationen im Rahmen des Sparpakets erheblich kürzen. Konkret plant er, bei der Stiftung Theater Casino Zug, der Theater- und Musikgesellschaft Zug (TMGZ) und dem Verein Chollerhalle Beiträge in Höhe von rund 300'000 Franken jährlich zu streichen. Von der IG Galvanik verlangt die Stadt ausserdem Rückzahlungen von rund 62'500 Franken pro Jahr.

In der Zuger Kulturszene blickt man dem stadträtlichen Vorhaben mit Sorge entgegen. «Diese Einsparungen werden Konsequenzen haben – in erster Linie wohl im Angebot», stellt Andreas Gröber, Geschäftsleiter der Choller­halle, fest.

Unverständnis über Vorgehen

Für Unverständnis in Kulturkreisen sorgt ausserdem das Vorgehen der Exe­kutive. Zwar äusserte Finanzchef Karl Kobelt noch vor einer Woche, dass man mit den betroffenen Organisationen eine einvernehmliche Lösung gefunden habe. Seitens der Institutionen klingt dies jedoch etwas anders. «Das stimmt so ganz und gar nicht. Wir haben nie die Möglichkeit erhalten, einen Gegenvorschlag zu machen», betont Daniela Hausheer, Stiftungsratspräsidentin der TMGZ. Und auch Andreas Gröber unterstreicht, dass die Beträge einfach präsentiert worden seien. «Eine Wahl hatten wir nicht.»

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