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Zug Sports Festival: Yoga auf dem Wasser und Äpfel im Visier

Das Festival war auch heuer ein Erlebnispark mit vielen attraktiven Sportarten.
Daniela Sattler
Zug Sports Festival: Entlang der Zuger Seepromenade fand während zwei Tagen das grösste Zuger Sportfestival statt. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 27. Juli 2019)

Zug Sports Festival: Entlang der Zuger Seepromenade fand während zwei Tagen das grösste Zuger Sportfestival statt. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 27. Juli 2019)

Wenige Meter vor der Schiffanlegestelle Bahnhofsteg in Zug herrscht bereits kurz nach Eröffnung des Zug Sports Festivals reger Betrieb. In dem speziell dafür ausgelegten «Burton Riglet Park» bietet der Anlass Drei- bis Sechsjährigen ein Snowboarderlebnis der besonderen Art. Getreu dem Motto «früh übt sich» können die Kleinen unter professioneller Aufsicht flache Hindernisse überwinden und ein erstes Gespür für Board und Balance erlangen. Die Schnur (das Riglet Reel), mit deren Hilfe die Kinder auf dem Brett durch den Parcours gezogen werden, ist an der Nase des Bretts befestigt. Der Anblick lässt nicht nur Eltern schmunzeln.

Am Samstag und Sonntag verwandelte sich die Zuger Seepromenade in eine Vergnügungsmeile höchster Vollendung. Wer sportliche Inspirationen suchte, war hier richtig. Aber auch weniger sportliche Besucher kamen auf ihre Kosten. «Das Schöne an diesem Anlass ist, dass man auf verschiedene Welten trifft», so Daniel Schärer, Präsident des Organisationskomitees «Zug Sports Festival» und «Boardstock»-Gründer.

Im Sommer am liebsten im Wasser

Tatsächlich: Viele Yogis, die in den heissen Sommermonaten den Sonnengruss ohnehin lieber nach draussen verlegen, aber schon froh sind, die Asanas auf festem Untergrund halten zu können, staunten: Besonders Wasseraffine gehen nämlich noch einen Schritt weiter und verlegen ihren Flow auf den See. Stand-up-Paddle-Yoga nennt sich das.

Bei dieser Yoga-Variante fällt zwar hin und wieder ein «Krieger» ins Wasser, Blobber hingegen lassen sich in hohem Bogen ins Nass katapultieren. Dies von einem überdimensional grossen, länglichen Luftkissen (Blob), das vor, beziehungsweise unter einem Sprungturm auf dem Wasser positioniert wurde. Der Blobber sitzt an der vorderen Spitze des Luftkissens. Die hintere Spitze des Kissens wird vom Jumper auf dem Sprungturm anvisiert. Der Jumper lässt sich fallen und durch den Aufprall wird der Blobber mehrere Meter in die Luft geschleudert.

Für den Zuschauer sieht das sehr lustig aus und für die Teilnehmer ist es der ultimative Höhenflug. Durch die Luft schleudern lassen können sich Mutige ab 18 Jahren. 16-Jährige dürfen diesen Sprung ins kühle Nass nur mit der Unterschrift eines Erziehungsberechtigten wagen. Ehe man sich mit Helm, Neoprenanzug und Schwimmweste für den Blob rüstet, muss man beim Anbieter – dem Blobveranstalter – eine Verzichtserklärung unterzeichnen.

«Es ist schon wichtig, dass man in guter körperlicher Verfassung ist», erklärte Claudio Vollenweider, der gemeinsam mit Markus Bucheli und Marlo Rigert mit dem Blob auf den Schweizer Seen unterwegs ist und 2011 einen Weltrekord aufstellte.

Vielfalt macht wettersicher

Doch der Anlass bot noch zahlreiche weitere Vergnügungsmöglichkeiten und viele kulinarische Genüsse. «Dieses Jahr ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie ein Fest verändert und vergrössert werden kann», so der Präsident des OK-Teams. Rund 60 Sportarten konnten ausprobiert und kennen gelernt werden. Neu war in diesem Jahr neben dem Ski-Slalom und dem Klettern an einer Kletterwand auch das Armbrustschiessen, bei dem die Weltmeister Monika Hurschler und Christof Arnold mit ihren Show-Wettkämpfen für Spannung sorgten. Ausserdem gab es heuer eine Health- und eine Drohnen-Zone.

Diese Vielfalt an Shows und Einzelelementen mache den Anlass wettersicherer. «Vor einigen Tagen befürchteten wir, der Anlass finde nur bei schlechtem Wetter statt», so Schärer, der sich über die rund 10000 Besucher freute, die das Festgelände am Samstagnachmittag frequentiert hatten.

Es sei zwar nie seine zentrale Idee gewesen, das Fest zu vergrössern, aber er wisse, dass der Anlass 2020 riesig werde. «Wir haben bereits jetzt wieder 20 weitere Sportarten, die angefragt haben. «Wenn wir alle annehmen, haben wir die 70er-Grenze erreicht», so Daniel Schärer.

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