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ZUG: Stadt geht nach Brand von einem Totalschaden aus

Am frühen Sonntagmorgen zerstörte ein Brand Teile des Centro Español in der Chollermühle. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen noch. Ein Wiederaufbau scheint aber schon jetzt fraglich, und Ersatzräumlichkeiten hat die Stadt derzeit keine.
Christopher.gilb@zugerzeitung.ch
Der Brand am Sonntagmorgen hat das Centro Español stark in Mitleidenschaft gezogen. (Bild: Raphael Biermayr (Zug, 20. August 2017))

Der Brand am Sonntagmorgen hat das Centro Español stark in Mitleidenschaft gezogen. (Bild: Raphael Biermayr (Zug, 20. August 2017))

Heute findet am Standort des von einem Brand zerstörten «Centro Español» (Ausgabe vom 21. August) in der Chollermühle in Zug eine Ortsbegehung statt. Teil­nehmen werden Vertreter der ­Gebäudeversicherung Zug, der Sachwertversicherung und der Abteilung Immobilien der Stadt Zug. Es geht darum, den Schaden am 1987 erbauten Vereinslokal zu analysieren. Laut der Eigentümerin, der Stadt Zug, belaufe sich die Gebäudeversicherungssumme auf 350000 Franken. Die Sachwerte seien nicht bekannt.

Doch die eigentliche Brandursache steht noch nicht fest. Nach Aussage von Polizeisprecher Frank Kleiner laufen die Ermittlungen dazu noch, unter anderem in Form von Befragungen. Im Vordergrund der Ermittlungen stehe jedoch eine technische Ursache des Brandes. Gemäss Auskunft der Stadt sei die Feuergefahr im Vereinslokal jeweils über verschiedene Instrumente geprüft worden. Alle fünf Jahre kontrolliere beispielsweise die Feuerschau das Gebäude. «Die nächste Kontrolle war für diesen Herbst geplant», so der zuständige Stadtrat, Finanzchef Karl Kobelt. Zudem finden periodisch Elektrokontrollen statt, zuletzt war dies 2013 der Fall, und zirka alle fünf Jahre gibt es ­Gebäu­dezustandsanalysen durch die Abteilung Immobilien, dies letztmals 2016. Die Eindämmung der Brandgefahr in der Gastronomie durch vorbeugende Massnahmen liege jedoch in der Verantwortung des Pächters, so Kobelt.

Während die Ursachenforschung noch weitergeht, stellt sich die Frage nach den zukünftigen Räumlichkeiten des Vereins Centro Español de Zug. Gemäss erster Einschätzung der ­Abteilung Immobilien und der Gebäudeversicherung liegt nämlich am alten Klubhaus ein Totalschaden vor. «Ein Wiederaufbau der bestehenden Holzbaracke ist eher fraglich und müsste jedenfalls sinnvoll und wirtschaftlich verantwortbar sein», so Kobelt. Es sei jedoch ein Neubau in einer anderen Form denkbar. «Die Lage eignet sich grundsätzlich für Vereinslokale.» Der Stadtrat werde das weitere Vorgehen zeitnah festlegen. Bis dahin muss der Verein aber auf die Suche nach einer neuen Lokalität gehen. Die Stadt zeigt sich auf Nachfrage zwar offen, «zusammen mit dem Centro nach möglichen Lösungen zu suchen». Jedoch verfüge sie selbst momentan über keine leer stehenden Räume, welche die beiden Funktionen eines Klubhauses als Begegnungsort sowie als Gastrobetrieb erfüllen würden.

Christopher Gilb

christopher.gilb@zugerzeitung.ch

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