ZUG: Stadt hält sich nun beim Waldheim raus

Die Stadt streicht die geplanten Investitionen für das neue Alterszentrum. Seitens der Stiftung sieht man darin eine Chance, ärgert sich aber über das Vorgehen.

Samantha Taylor
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Das ehemalige Alterszentrum Waldheim in der Stadt Zug. (Bild: Archiv / Neue ZZ)

Das ehemalige Alterszentrum Waldheim in der Stadt Zug. (Bild: Archiv / Neue ZZ)

Am Neubau des Altersheims Waldheim wird sich die Stadt Zug finanziell nicht beteiligen. Sie hat die vorgesehenen Investitionskosten von 24,4 Millionen Franken für einen Neubau aus dem Investitionsbudget gestrichen. «Im Zuge der Sparmassnahmen mussten Abstriche vorgenommen werden», begründet der Stadtrat den Entscheid. Zu entnehmen ist dies dem zweiten Zwischenbericht, den die Stadt verfasst hat. Diesem liegt die Motion «Alterszentrum Waldheim: sanfte Sanierung, preiswerter Wohnraum für ältere Menschen» der bürgerlichen Fraktionen des Grossen Gemeinderats (GGR) zu Grunde. Seitens der Stiftung hat man den Entscheid zur Kenntnis genommen. Dies zumal er nicht ganz überraschend kam. Denn schon im Sommer wurde über die Beteiligung einer Organisation am Neubau diskutiert. «Die Zusammenarbeit mit einem Dritten ist für uns eine Chance», sagt Stiftungsratspräsident Hans Christen. Man stehe derzeit noch immer in Verhandlungen mit der Gemeinnützigen Gesellschaft Zug. Ausserdem hat gemäss Christen eine zweite Organisation, die gemeinnützige Ziele verfolgt, ihr Interesse am Waldheim bekundet. Obwohl die Stiftung die neue Ausgangslage als Chance sieht, ärgert man sich über einen Punkt. «Es ist ungünstig und für uns mit grossen Kosten verbunden, dass der Entscheid der Stadt so lange hinausgezögert wurde. Wir haben dadurch sehr viel Zeit verloren», sagt Christen.