ZUG: Stadt kann Strandbad erweitern

Die Oeschwiese bleibt in der Zone für öffentliche Nutzungen, sagt das Bundesgericht. Damit verdoppelt sich die Fläche des Strandbads am Chamer Fussweg.

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Blick auf die Oeschwiese am Chamer Fussweg. 
Sie soll für die Öffentlichkeit zugänglich werden. (Bild Christof Borner-Keller)

Blick auf die Oeschwiese am Chamer Fussweg. Sie soll für die Öffentlichkeit zugänglich werden. (Bild Christof Borner-Keller)

Harry Ziegler

Die Stadt Zug kann das Strandbad am Chamer Fussweg vergrössern. Das Bundesgericht hat entschieden, dass die dafür vorgesehene benachbarte Oeschwiese in der Zone für öffentliche Nutzungen verbleibt. Dies gegen den Willen der Eigentümer. Diese hätten das rund 9500 Quadratmeter grosse Grundstück in eine Wohnzone überführen und wohl Wohnbauten an bester Lage realisieren wollen. Der seit der Ortsplanungs­revision 2009 dauernde Streit um die Wiese ist mittlerweile durch sämtliche Instanzen gegangen.

Fläche mehr als verdoppeln

Mit der Nutzung der Oeschwiese ­werde sich die Fläche des bestehenden Strandbades mehr als verdoppeln, schreibt die Stadt Zug in einer Mitteilung. Die Wiese soll aber nicht nur im Sommer als Strandbad dienen. Sie soll «das ganze Jahr über auch als Naherholungsfläche» genutzt werden, heisst es in der Mitteilung weiter. Der Seeuferweg wird bis zum Chamer Fussweg verlängert. Heute endet dieser Weg abrupt beim Hafen. «So entsteht eine durchgehend attraktive Verbindung vom Landsgemeindeplatz bis zu den Naturschutzgebieten im Choller.»

Über Entschädigung verhandeln

André Wicki, Vorsteher des Stadtzuger Baudepartements, ist erfreut. «Die Arbeiten für die Erweiterung des Strandbades können nun vorangetrieben werden», lässt er sich zitieren. «In einem weiteren Schritt werden wir uns nun über die Entschädigung mit der Grundeigentümerschaft einigen», so der Zuger Bauchef.

Für die anfallenden Kosten sind in der Rechnung 2014 bereits Rückstellungen gemacht. Gemäss André Wicki ­seien die effektiven Kosten aber noch nicht bezifferbar. Diese hängen davon ab, wie sich Stadt und Grundeigentümer bezüglich des Landkaufs einigen. Zudem wird noch ein entsprechender Projektwettbewerb durchgeführt. Wicki geht davon aus, dass der Baustart frühestens 2019 erfolgen wird.