ZUG: Stadt Zug baut ein neues Quartier mit Seeterrasse

Auf dem Areal des ehemaligen Kantonsspitals ist eine Überbauung mit 75 Wohnungen und einem Hotel geplant. Das Herzstück ist eine öffentliche Seeterrasse. Auch für das Kunsthaus soll es Platz haben.

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Neue Perspektiven für die Stadt Zug: So könnte die Seeterrasse aussehen. (Bild: PD)

Neue Perspektiven für die Stadt Zug: So könnte die Seeterrasse aussehen. (Bild: PD)

Stadt und Kanton Zug haben am Mittwochabend an einer Infoveranstaltung den Bebauungsplan auf dem 2,6 Hektaren grossen Areal des ehemaligen Kantonsspitals in Zug vorgestellt. Herzstück des Bebauungsplans, der auf einem Projekt der Zuger Renzo Bader Architekten und der Fontana Landschaftsarchitekten beruht, ist eine Seeterrasse, die für jedermann zugänglich ist. Darum herum stellt sich der Zuger Stadtrat ein Gebäude für ein breites Publikum (wie zum Beispiel ein Kunsthaus oder ein Mehrzwecksaal) sowie ein kleines Hotel mit Restaurant vor.

75 Wohnungen

Im hinteren Bereich, in der Nähe der Bahnlinie (siehe Bilderstrecke), sind drei Gebäude mit Wohnungen vorgesehen. Das bestehende Personalhaus soll erhalten werden. Auch dort sollen Wohnungen entstehen. Insgesamt sind laut Mitteilung der Stadt Zug 75 Wohnungen geplant. Bis zu 23 davon können als Alterswohnungen realisiert werden. Im Bereich des preisgünstigen Wohnungsbaus werden 30 Wohnungen erstellt.

Zug will kein Schlafquartier

«Im Mitwirkungsverfahren hat sich gezeigt, dass das Areal in Zukunft belebt sein soll. Niemand wollte ein Schlafquartier. Ich bin überzeugt, dass mit einer solchen Nutzung die ganze Stadt Zug eine Aufwertung erfährt und weiter an Lebensqualität gewinnt», wird Bauvorsteher André Wicki in einer Mitteilung der Stadt Zug zitiert.

Nun ist der Grosse Gemeinderat am Zug, der in zwei Lesungen über den Bebauungsplan befinden wird. Mit einer Genehmigung kann frühestens im Spätherbst 2015 gerechnet werden.

Das Areal beim ehemaligen Kantonsspital

Das Gebiet beim ehemaligen Kantonsspital verfügt über unverbaubare Sicht auf den Zugersee und gilt darum als ein Gebiet mit grossem Entwicklungspotential. 2008 haben die Stadtzuger den Bebauungsplan «Belvedere» abgelehnt, der eine Altersresidenz und Wohnungen im höheren Preissegment vorsah.

Seither haben der Kanton als Grundeigentümer und die Stadt Zug in einem Mitwirkungsverfahren verschiedene Nutzungsszenarien und einen Masterplan entwickelt. Massgeblich geprägt wurden diese Arbeiten durch den Entscheid des Kantonsrats, auf dem Areal eine öffentliche Nutzung vorzusehen. Danach haben die Behörden ein Studienverfahren durchgeführt und einen Bebauungsplan ausgearbeitet.

pd/rem

Mehr zum Thema lesen Sie am 6. November<br /> in der Neuen Zuger Zeitung.

So sieht der neue Bebauungsplan des Geländes des ehemaligen Kantonsspitals aus. (Bild: Grafik: web)

So sieht der neue Bebauungsplan des Geländes des ehemaligen Kantonsspitals aus. (Bild: Grafik: web)

Das Quartier soll mit Grünflächen aufgewertet werden. (Bild: PD)

Das Quartier soll mit Grünflächen aufgewertet werden. (Bild: PD)

Rund um die Seeterrasse ist ein Gebäude mit einer publikumswirksamen Nutzung vorgesehen. (Bild: PD)

Rund um die Seeterrasse ist ein Gebäude mit einer publikumswirksamen Nutzung vorgesehen. (Bild: PD)

Das Areal des ehemaligen Kantonsspitals. (Bild: Archiv Werner Schelbert / Neue ZZ)

Das Areal des ehemaligen Kantonsspitals. (Bild: Archiv Werner Schelbert / Neue ZZ)