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ZUG: Stadt Zug definiert vier Hochhauszonen

In der Stadt Zug sollen auch in Zukunft Hochhäuser gebaut werden können. Der Stadtrat hat in einem Reglement, das noch vom Grossen Gemeinderat verabschiedet werden muss, vier Zonen definiert. Für jedes Hochhaus braucht es ein mehrstufiges Wettbewerbsverfahren.
Mit einer Höhe von 81 Meter überragt der Park-Tower alle anderen Hochbauten in der Stadt Zug deutlich. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Mit einer Höhe von 81 Meter überragt der Park-Tower alle anderen Hochbauten in der Stadt Zug deutlich. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Das Hochhausreglement bestimmt, in welchen Stadtteilen Hochhäuser erstellt und wie hoch diese gebaut werden dürfen, wie die Stadt Zug am Freitag mitteilte. Im Zentrumsbereich, in den Gebieten rund um die Baarerstrasse sowie im östlichen Siemensareal können Bauten von maximal 60 Metern mit Ergänzungen bis maximal 80 Meter erstellt werden.

Im übrigen Siemensareal, im Feldpark und im Unterfeld sollen maximal 60 Meter hohe Häuser entstehen. In den Gebieten Herti, Riedmatt und Äussere Lorzenallmend sowie in der zweiten Reihe entlang der Baarerstrasse sind Bauten bis zu 50 Metern Höhe zulässig.

In den nicht als Hochhauszonen definierten Gebieten gelten weit geringere Gebäudehöhen. So darf beispielsweise ein Gebäude in der Wohnzone WA5 maximal fünf Geschosse haben. Dies entspricht einer Gebäudehöhe von rund 18,5 Metern ohne Attika-Geschoss.

Lorzenebene für Hochhäuser wenig geeignet

Die Hochhauszonen wurden laut Mitteilung in einem intensiven Studienverfahren definiert. Dabei habe sich gezeigt, dass die Lorzenebene mit ihrer exponierten Lage in der Landschaft nur beschränkt für den Bau von Hochhäusern geeignet sei und nur punktuell mit hohen Bauten ergänzt werden soll.

In der Äusseren Lorzenallmend hingegen werde eine dichte Hochhausüberbauung mit maximal 50 Metern Höhe angestrebt. Laut André Wicki, Vorsteher des Baudepartementes, soll Zug weiter wachsen, die Gebäude sollen jedoch "nicht endlos in den Himmel ragen". Auch mit massvollen Gebäudehöhen sei eine bauliche Verdichtung in der Innenstadt möglich. Das zeige auch das Beispiel der Europaallee beim Zürcher Hauptbahnhof.

Hochhäuser sollen sich gut ins Stadbild einfügen

Das Hochhausreglement der Stadt Zug verlangt in den Hochhauszonen eine "hohe städtebauliche Qualität". Für jedes Hochhaus braucht es ein mehrstufiges Wettbewerbsverfahren und auch einen Bebauungsplan, der vom Stadtparlament bewilligt werden muss. Mit dem mehrstufigen Planungsverfahren werde sichergestellt, dass sich die Hochhäuser gut ins Quartier und ins Stadtbild einfügen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Konkrete Planungen für den Bau von Hochhäusern bestehen für die Äussere Lorzenallmend, das Hertizentrum, das Siemensareal, das Areal Baarerstrasse-West, die Industriestrasse Nord und für das Projekt Technologiecluster Zug auf dem Geländer der V-Zug. Für die Investoren schaffe das Reglement die erforderliche Rechtssicherheit, betont Wicki.

Mehrwert wird abgeschöpft

Das revidierte Raumplanungsgesetz des Bundes schreibt vor, dass die Kantone innert fünf Jahren die gesetzlichen Grundlagen für die Mehrwertabschöpfung bei Einzonungen schaffen müssen. Darüber hinaus hat der Zuger Stadtrat im Grundsatz entschieden, planungsbedingte Mehrwerte auch bei Aufzonungen abzuschöpfen und prüft nun, ob eine rechtliche Umsetzung auf kommunaler Ebene möglich ist.

Die Mehrwertabgabe soll einem Fonds zugeführt werden, der unter anderem für die Schaffung von Frei- und Grünflächen, zur Finanzierung von Infrastrukturanlagen sowie zum Ausbau des öffentlichen Wegnetzes verwendet werden soll.

Über das Hochhausreglement wird der Grosse Gemeinderat im ersten Halbjahr 2016 befinden. Danach wird das Reglement zur Mitwirkung öffentlich aufgelegt. (sda)

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