ZUG: Stadt Zug will Göbli-Land umzonen

16'700 Quadratmeter Land soll in die Zone für öffentliche Bauten und Anlagen umgezont werden. Grund: Die Stadt Zug möchte dort einen Ökihof, Werkhof, Feuerwehr oder Sportanlagen bauen.

Drucken
Teilen
Dieses Land soll umgezont werden. (Bild: Archiv Neue ZZ)

Dieses Land soll umgezont werden. (Bild: Archiv Neue ZZ)

Die Korporation Zug hat Interesse am Haus Zentrum an der Zeughausgasse. Das ist schon länger klar. Die Stadt Zug schlägt deshalb ein Tauschgeschäft vor: Sie will im Gegenzug Land im Göbli kaufen. Dort will die Stadt Zug nach eigenen Angaben an strategisch günstiger Lage zu einem späteren Zeitpunkt verschiedene Infrastrukturbauten wie ein Ökihof, Werkhof, Feuerwehr oder Sportanlagen realisieren.

Die Stadt steht mit den beiden Grundeigentümerinnen, der Korporation Zug und den WWZ, in Verhandlungen, teilt die Stadt Zug mit. Die Parteien sind sich einig, dass es sich bei diesem Landgeschäft um einen Abtausch von Land und Liegenschaften, eine Abgabe im Baurecht oder im Rahmen eines Pachtvertrages handelt. Die Genossenversammlung der Korporation Zug befindet am 17. Juni über den Landtausch. Der Verwaltungsrat der WWZ soll sich im August dazu äussern.

Hintergrund des Tauschgeschäfts ist die Abstimmung vom 3. März, als das Schweizer Stimmvolk die Revision des Raumplanungsgesetzes (RPG) angenommen hat. Seither sind neue Einzonungen nicht mehr bzw. nur gegen einen Eins-zu-Eins-Abtausch möglich. Damit die Zonenplanänderung Göbli noch vor dem Inkrafttreten des Gesetzes rechtskräftig werden kann, muss die Zonenplanänderung spätestens im Frühjahr 2014 genehmigt sein. Andernfalls ist eine Einzonung frühestens wieder nach der Genehmigung des kantonalen Richtplans durch den Bundesrat, voraussichtlich erst im Jahr 2016, möglich.

Die Vorlage kommt noch vor den Sommerferien ins Parlament.