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ZUG: Stadtplanung leichter gemacht: Zug gibt es nun auch virtuell

Im Baudepartement ist bisher mit einem Holzmodell geplant worden. Dank der Digitalisierung können die Stadt und angrenzende Gemeinden virtuell geplant werden. Das eröffnet neue Möglichkeiten.
Harry Ziegler
Selbst der Schattenwurf lässt sich im digitalen Modell simulieren. (Bild: Baudepartement Stadt Zug)

Selbst der Schattenwurf lässt sich im digitalen Modell simulieren. (Bild: Baudepartement Stadt Zug)

Harry Ziegler

harry.ziegler@zugerzeitung.ch

«Das Baudepartement der Stadt Zug muss jährlich gut 700 Bauanfragen und Baugesuche bearbeiten», sagt Stadtratsvizepräsident André Wicki (SVP). Bislang diente ein Holzmodell der Stadt dazu, sich ein Bild davon zu machen, wie sich ein geplanter Bau ins Stadtbild einfügen dürfte.

Die verbleibende Nutzungsdauer des städtischen Holzmodells dürfte begrenzt sein. Seit 2016 entwickelt die Stadtplanung ein virtuelles Modell der Stadt. Zu diesem Modell gehören mittlerweile auch die angrenzenden Gemeinden Baar und Steinhausen. Möglich ist, dass sich weitere Gemeinden an diesem Projekt beteiligen.

Gemäss dem städtischen Bauchef André Wicki können mit dem virtuellen Modell beträchtliche Kosten eingespart werden – alleine schon dadurch, dass nicht für jede grössere Planung Holzklötzchen im Massstab 1:500 angefertigt werden müssten.

Bei einer Präsentation des virtuellen Stadtmodells im Baudepartement ist alles bis fast ins kleinste Detail zu sehen. Remy Frommenwiler, stellvertretender Stadtplaner, erklärt, dass das virtuelle Modell ziemlich genau sei. Abstriche macht er lediglich bei den Gebäudehöhen. Hier seien Abweichungen von bis zu 20 Zentimetern möglich.

Häuser einfügen und entfernen

Die Abweichungen in der Gebäudehöhe könnten beispielsweise beim Schattenwurf eines Hochhauses ein etwas verfälschtes Bild ergeben. Im virtuellen Modell können Häuser an eine Stelle eingefügt oder aber auch entfernt werden. Das biete die Möglichkeit aus verschiedenen Winkeln betrachten zu können, wie sich ein Bau ins Bild einfügt.

Dabei kann sogar der Schattenwurf eines Gebäudes während des ganzen Tages simuliert werden. Wer nun allerdings meint, mit dem virtuellen Modell auf seinem Tablet oder Heim-PC spielen zu können, wird enttäuscht. Die Ausrüstung, um das Modell nutzen zu können, muss entsprechend gut dotiert sein.

Neben einer hohen Rechenkapazität braucht es für den Nutzer Erfahrung mit CAD- und 3D-Visualisierungssoftware. Nachgeführt wird das virtuelle Modell nicht laufend, sondern nur, wenn ein Stadtgebiet in den Fokus der Planer rückt. Das aktuelle Modell ist also momentan im Testbetrieb. Gegenwärtig wird das virtuelle Modell Planern oder Architekten gratis zur Verfügung gestellt.

Auch wenn die Stadt Zug jetzt virtuell planbar ist: Das Holzmodell wird erhalten bleiben. «Es ist wichtig für Ausstellungen. Aber auch für die Diskussion unter Fachleuten und nicht zuletzt mit der Bevölkerung», erklärt der Vorsteher des städtischen Baudepartements, André Wicki.

Und möglicherweise wird das Holzmodell nach dem Umzug der Stadtverwaltung ins L&G-Gebäude an der Gubelstrasse einen gebührenden Platz im Eingangsbereich finden.

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