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ZUG: Stadtvillen statt Tennisplätze – Grossprojekt in Planung

Oberhalb der SBB-Strecke nach Arth-Goldau sind sechs Mehrfamilienhäuser geplant. Die 18 Wohnungen werden verkauft. Auf dem Baugelände ist 90 Jahre Sport getrieben worden.
Marco Morosoli
Auf dem Gelände des TC Siemens soll ab August gebaut werden. (Bild: Maria Schmid (Zug, 11. Januar 2018))

Auf dem Gelände des TC Siemens soll ab August gebaut werden. (Bild: Maria Schmid (Zug, 11. Januar 2018))

Marco Morosoli

marco.morosoli@zugerzeitung.ch

In der Stadt Zug zu wohnen, ist weiterhin attraktiv. Wie dem aktuellen Amtsblatt zu entnehmen ist, plant die Firma FG Promotion VIII im Süden der Stadt Zug sechs Mehrfamilienhäuser. Sie kommen an der Neufrauenstein- respektive der Mänibachstrasse zu stehen.

Konzipiert hat das Project die in Zug domizilierte Roefs Architekten AG. Auf deren Homepage ist zu lesen, dass sich das Konzept für die bauliche Entwicklung an der bestehenden Struktur in diesem Gebiet anpassen soll. Die sechs zueinander versetzten Gebäude sollen «als Stadtvilla gelesen» werden.

Eine Neuerung ist sicher, dass die Gebäude sich nicht an Konventionen orientieren. Bewusst werde auf das herrschende Konzept von Reihenhäusern und Geschosswohnungen verzichtet. Vielmehr sind die Wohnungen ineinander gedreht.

Diese Machart bringt den Vorteil, dass alle Käufer der 18 Wohnungen vom Garten ebenso profitieren können wie von der Aussicht in Richtung Westen. Im Kurzbeschrieb zum Projekt ist auf der Internet-Seite der beauftragten Architekten im Weiteren zu lesen: «Jede Wohnung ist als Weg angelegt, der sich in kontinuierlicher Bewegung durch das Innere des Gebäudekörpers windet».

Die Grundstückfläche beträgt 4643 Quadratmeter. Die Bauherrschaft holt dabei das erlaubte Maximum heraus, wie eine Auflistung im Baugesuch zeigt. Sie profitiert dabei von einem Bonus, da das Vorhaben auf einem Arealbebauungsplan aufgebaut ist.

Wohnungen im mittleren bis gehobenen Segment

Wie teuer die sechs Häuser kommen, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Eine Anfrage beim Architekturbüro blieb unbeantwortet. Mit den Bauarbeiten soll, vorausgesetzt es gibt keine Einsprachen, im August begonnen werden.

Kann dieser Termin gehalten werden, könnten die 18 Wohnungen und die dazu gehörenden 49 Parkplätze ab Februar 2020 verfügbar sein. Bei allfälligen Einsprachen ist jedoch erfahrungsgemäss mit Verzögerungen zu rechnen.

Die Bauherrschaft hat ihren Sitz bei der Fundamenta Group in Zug. Diese bietet laut ihrem Internetportal «institutionellen und qualifizierten Anlegern die Beteiligung an Entwicklungsportfolio mit attraktiven Kapitalwachstumsperspektiven». Das Preissegment für ihre Wohnungen ordnet die Fundamenta Group zwischen mittel und gehoben ein.

Im eingereichten Baugesuch ist zudem eine Dienstbarkeit auf dem zur Bebauung vorgesehenen Grundstück zu finden. Sie verbietet dort eine Wirtschaft zu führen oder aber einen lärmenden oder die Nachbarschaft störenden Betrieb einzurichten. Eine Vorgabe, die erfüllt wird.

Tennisspieler schliessen sich anderen Vereinen an

Das Gelände, welches zur Überbauung vorgesehen ist, gehörte einst der Landis & Gyr und wurde nachweislich ab 1927 als Tennisplatz genutzt. Die L&G hatte ganz in der Nähe – an der Hofstrasse – 1896 mit der Zählerproduktion begonnen. In den 1920er-Jahren ist die L&G dann an die Gubelstrasse gezügelt, der Tennisplatz blieb jedoch erhalten.

Die Anlage oberhalb der SBB-Gotthardlinie konnten nur Beamte und Angestellte der L & G sowie ihre Angehörigen nutzen. Die Miete für sechs Stunden betrug 7.50 Franken. Nachdem 1937 ein zweiter Tennisplatz eingerichtet wurde, ist im Nachgang der Tennisclub Landis & Gyr entstanden. Dieser Verein wuchs beständig. 1996 erreichte die Mitgliederzahl 226 Tennisspieler. Das war Rekord.

Seither ist der Bestand kontinuierlich gesunken. 2004 haben die Mitglieder wegen zahlreicher Umstrukturierungen der Landis & Gyr den Verein TC Siemens Zug gegründet. Dieser ist am Ende des vergangenen Jahres nach 80 Jahren mit dem TC Zug fusioniert worden.

Wie der ehemalige Platzchef Werner Linig erklärt, seien von den noch rund 150 Mitgliedern, welche im Neufrauenstein Tennis gespielt haben, rund 60 in den TC Zug eingetreten. Andere hätten sich anderen Vereinen im Kanton angeschlossen. Bald verschwindet das Rot des Sandplatzes und wird dereinst durch den grünen Umschwung der geplanten Stadtvillen ersetzt.

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