Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ZUG: Stadtzuger Schönegg-Quartier im Visier von Einbrechern?

Anwohner der Schönegg haben in den vergangenen Tagen seltsame Beobachtungen gemacht. Sie vermuten Einbrecher. Bei der Polizei gibt man sich zurückhaltend, rät aber, aufmerksam zu sein.
Häuser im Schönegg-Quartier. (Archivbild: Werner Schelbert/ZZ)

Häuser im Schönegg-Quartier. (Archivbild: Werner Schelbert/ZZ)

«Wir sind alle alarmiert», sagt ein Anwohner aus dem Stadtzuger Schönegg-Quartier. Grund dafür sind Beobachtungen, die mehrere Bewohner in den vergangenen Tagen gemacht haben. Von einigen sind sogar Videos und Fotoaufnahmen vorhanden. Die Bilder zeigen zum einen zwei Männer in Handwerkerkleidung, die zwischen den Häusern hindurch spazieren und sich die Liegenschaften ansehen. Zum anderen ist auf einer Videoaufnahme ein Mann mit einem Kinderwagen zu sehen, der beim Vorbeispazieren mehrfach stehen bleibt oder sich umdreht und von verschiedenen Bereichen des Quartiers Fotos macht. «Für uns macht es den Anschein, als würde das Quartier professionell ausgekundschaftet», so der Anwohner. Man habe alle Bewohner informiert.

Da es nicht das erste mal wäre, dass das Quartier von Einbrechern heimgesucht werde, sei man umso wachsamer. «Vor einem Jahr wurden mehrere Velos aus der Tiefgarage gestohlen», erzählt der Anwohner.

Zuger Polizei ermittelt

Aus diesem Grund habe man denn auch die Polizei informiert. «Wir haben Meldung gemacht und die Aufnahmen übergeben. Die Polizei hat uns dann gesagt, dass derzeit professionelle rumänische Banden im Kanton unterwegs sind.»

Bei der Zuger Polizei gibt man sich dazu zurückhaltend. Bei fremden Personen sei grundsätzlich Vorsicht geboten, äussert Mediensprecherin Sandra Peier. Der Verdacht, dass es sich bei den Handwerkern und dem Spaziergänger, die in der Schönegg unterwegs waren, um getarnte Einbrecher handelt, kann Peier nicht bestätigen. «Die Ermittlungen laufen. Es ist eine Masche, die schon vorkam, aber im Moment ist sie weder aktuell noch kommt sie sehr häufig vor.» Es sei auch nicht grundsätzlich verboten durch ein Quartier zu gehen. «Ist die Person jedoch unbekannt und das Bauchgefühl schlecht, soll die verdächtige Wahrnehmung sofort gemeldet werden, damit wir diese Person überprüfen können», sagt Peier.

Grundsätzlich rät die Zuger Polizei dazu, verdächtige Wahrnehmungen auf die Notrufnummer 117 zu melden. Etwa wenn sich unbekannte Personen in verdächtiger Weise im Haus oder Quartier aufhalten, wenn Fahrzeuge auffällig langsam durch ein Quartier fahren sowie wenn unüblicher Lärm oder unübliche Geräusche hörbar sind. «Sehr wichtig ist, dass man sich das Aussehen und die Kleidung von Verdächtigen oder bei Fahrzeugen die Marke, Farbe und das Kontrollschild merkt», führt Peier aus. Aufmerksamkeit und ein gesundes Misstrauen seien das A und O. «Für uns sind rasche Hinweise zu verdächtigen Personen, Fahrzeugen oder auch zu ungewohnten Geräuschen sehr wertvoll. Auch dank Bürgermeldungen gelingt es immer wieder, Einbrecher zu verhaften», sagt Peier.

Ob die Polizei in der Schön­egg vermehrt unterwegs ist, kann Peier aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen: «Die Polizei ist rund um die Uhr im Kanton präsent. Punktuell wird aufgrund unserer Lagebeurteilung die Präsenz in Quartieren verstärkt.» Die Quartierbewohner bleiben derweil wachsam: «Wir schliessen nachts die Fenster und sind aufmerksam.»

Samantha Taylor

samantha.taylor@zugerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.