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ZUG: «Steinreiche» Zuger Korporation

Im Kanton und auf dem «Chieme» sind total 82 Steine gesetzt worden. Auf diesen prangen vier Logos der Besitzerin sowie der jeweilige Flurname oder Ort. Die Beschriftung soll auch zum Denken anregen.
Charly Keiser
Gut sichtbar prangt seit diesem Monat neben dem Kreuz auf dem Oberalpli ein Korporationsstein, mit dem die Liegenschaft beschriftet worden ist. (Bild: Charly Keiser (7. Juni 2017))

Gut sichtbar prangt seit diesem Monat neben dem Kreuz auf dem Oberalpli ein Korporationsstein, mit dem die Liegenschaft beschriftet worden ist. (Bild: Charly Keiser (7. Juni 2017))

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

Seit diesem Monat prangen Granitsteine auf dem Unter- und dem Oberalpli. «Bis auf einige wenige sind alle Steine gesetzt», verrät Korporationsschreiber Daniel Schwerzmann. Die markierten Orte würden wesentlich dazu beitragen, dass sich die Region Zug so lebens- und liebenswert präsentiere, schreibt die Korporation in der Broschüre zur entsprechenden Ausstellung. Diese ist seit Ende November 2016 und noch bis Ende Monat in der Burg Zug zu sehen und heisst «Auf gutem Grund». Die Ausstellung handelt von der Korporation Zug und zeigt die Aufgaben und Wirkungsstätten der Korporationsgemeinde auf. Zu diesem Zweck hat die Korporation besagte Steine auf verschiedene Parzellen gesetzt. Der Erhalt dieser Räume – Landwirtschaftsgüter, Gaststätten, Wälder und Landschaften – sei mit einem grossen Aufwand verbunden, den die Korporation tagtäglich und unentgeltlich leis­te. «Denn dies ist für uns Auftrag und Verpflichtung», heisst es in der Broschüre weiter.

Der Einsatz für das Gemeinwohl sei keinesfalls auf den Kreis der rund 4500 Korporationsbürgerinnen und -bürger beschränkt, wie vermutet werden könnte, betont die Korporation. «Vielmehr sind wir vom Verständnis getragen, dass wir den Korporationsbürgern und der breiten Bevölkerung unsere Güter, insbesondere die grossen Land- und Waldflächen, zur Benützung und Erholung zur Verfügung stellen.» Vielfach seien sich Wanderer und Besucher gar nicht bewusst, dass die Korporation Zug als Trägerin oder Betreiberin hinter den Angeboten stehe.

Wirbel um Baubewilligung

Doch die Markierung dieser Orte ist nicht ohne Nebengeräusche über die Bühne gegangen, wie Korporationspräsident Urban Keiser erklärt. Aussengemeinden hätten nämlich nachgefragt, ob für die Setzung der Steine überhaupt eine Baubewilligung vorliege. «Viele Leute glaubten, dass die Steine einbetoniert sind», ergänzt Schwerzmann.

Die Korporationssteine aus Granit aus Iragna im Tessin sind lediglich aufgestellt, erklärt Korporationspräsident Keiser. Die Baudirektion habe darum folgerichtig festgestellt und bestätigt, dass es keine Baubewilligung brauche, wenn jemand auf seinem Grundstück einen Stein setze. «Der zuständige Mann hat mich sogar gefragt, wie lange die Steine wohl bleiben werden», erzählt Keiser, lacht und sagt: «Ich habe ihm geantwortet: Das weiss ich nicht. Nach der nächsten Eiszeit sind sie aber bestimmt nicht mehr da.» Die Korporation denke langfristig, was mit den 460 Kilogramm schweren Steinen schön illustriert werde, ergänzt Keiser: «Unsere langen Horizonte sind gut für die Natur und für die Öffentlichkeit, die diese noch lange geniessen will.»

Hinweis: Die Austellung «Auf gutem Grund» kann noch bis am 30. Juni in der Burg Zug besichtigt werden. Infos:www.burgzug.ch

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