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ZUG: Streit um die Parkplätze auf dem Postplatz spitzt sich weiter zu

Das Stadtparlament berät über zwei Geschäfte, die sich um die Zukunft des oberen und unteren Postplatzes drehen. Die Umfrage bei den Parteien fördert klare Verhältnisse zu Tage.
Um den Erhalt dieser Parkplätze auf dem oberen und unteren Postplatz wird heute im Parlament gerungen. (Bild: Maria Schmid (19. März 2018))

Um den Erhalt dieser Parkplätze auf dem oberen und unteren Postplatz wird heute im Parlament gerungen. (Bild: Maria Schmid (19. März 2018))

Um den Zuger Postplatz tobt ein Kampf. Und dies in erster Linie um die Parkplätze, die den Platz prägen und ihn grossflächig beanspruchen. Fer Grosse Gemeinderat der Stadt Zug (GGR) debattiert über zwei diesbezügliche Geschäfte.

Einerseits steht die CVP-Motion «Oberer Postplatz; sichere Verkehrsführung für die Zukunft» zur Überweisung an. Diese verlangt einen Marschhalt und will teils auch Parkplätze erhalten. Zum andern entscheidet der GGR über den Antrag des Stadtrats zur Volksinitiative «Ja zu Gewerbe und Läden in der Altstadt!» Deren Initianten sind gegen die Abschaffung der Parkplätze auf dem unteren Postplatz.

«Ein Marschhalt ist nicht möglich»

«Fussgänger und Radfahrer gehören nicht unter den Boden. Im Untergrund gar noch weitere Läden zu schaffen, wenn schon geklagt wird, dass die vorhandenen Läden nicht rentieren, ist wohl keine Lösung», begründet Stefan Hodel für die Fraktion Alternative-CSP die Ablehnung der CVP Motion. Ein Marschhalt sei allein juristisch nicht möglich, ergänzt SP-Fraktionschef Urs Bertschi.

«Wir verlieren nichts, wenn wir uns um zwei vor zwölf nochmals in Ruhe Gedanken machen, ob die geplante Parkhaus-Erschliessung immer noch die beste ist», sagt Stefan Moos (FDP). «Wir werden die Motion einstimmig überweisen.» Das tue auch die SVP, sagt deren Fraktionschef Gregor Bruhin: «Wir sind der Meinung, dass das Momentum richtig ist, die gesamte Situation neu zu analysieren und sind offen für neue und bessere Lösungsansätze.» Der CVP gehe es primär um den ökologischen Aspekt, sagt Fraktionschef Martin Eisenring. «Wir verlangen kurze Wege. Es kann nicht sein, dass die Autofahrer um die halbe Stadt fahren müssen, um zu ihrem Parkplatz zu gelangen.» Aufgrund der Kräfteverhältnisse im Parlament wird sich der Stadtrat wohl mit der Motion beschäftigen müssen.

Gar eine Abfuhr wird der Stadtrat mit seiner Abstimmungsempfehlung für die Volksinitiative zum unteren Postplatz einfahren. Denn die drei bürgerlichen Parteien empfehlen dem Stimmvolk ein Ja. Nur SP und Alternative-CSP empfehlen zusammen mit dem Stadtrat ein Nein. «Wir empfehlen die zwängerische Volksinitiative zur Ablehnung», sagt Bertschi für die SP. Und Hodel begründet das Nein der Alternative-CSP so: «Eine Stadt mit weniger oberirdischen Parkplätzen ist eine freundlichere Stadt. Es gibt weniger Suchverkehr, dies kommt Allen zu Gute, auch dem Gewerbe, das dies zum Teil noch nicht wahrhaben will.»

Mit Annahme dieser Initiative gebe es nun die Möglichkeit eine neue bessere Lösung anzustreben, die insbesondere auch verträglich für das Gewerbe sei, sagt Bruhin für die SVP. Und Moos ergänzt: «Es ist aus FDP-Sicht viel sinnvoller, wenn es auf dem unteren Postplatz ein paar Kurzzeit-Parkplätze hat, als ein Asphaltplatz mit ein paar Betonstreifen und Sitzbänken ohne Menschen.» Es gelte, das Gewerbe zu schützen, sagt Eisenring im Namen der CVP. «Wenn ein attraktives Projekt zur Diskussion stünde, wären wir gerne bereit darüber nachzudenken. Es braucht dort aber sicher nicht ein paar Betonblöcke statt Autos.»

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

Hinweis

Die heutige Sitzung des Grossen Gemeinderats der Stadt Zug im Kantonsratssaal beginnt um 17 Uhr und ist wie immer öffentlich.

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