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ZUG: Streit um diese Aussicht

Das oberste Geschoss des Park-Towers sorgt weiter für Diskussionen. Eine Neubeurteilung der Situation kann nur das Parlament vornehmen.
Blick aus dem Parktower auf die Stadt Zug mit Zugersee. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Blick aus dem Parktower auf die Stadt Zug mit Zugersee. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Blick auf Parktower (links) und Uptwown. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Blick auf Parktower (links) und Uptwown. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Im obersten Stock des Parktowers - 81 Meter über Boden - soll der Bevölkerung ein Raum zur Verfügung stehen, von dem die Aussicht genossen werden kann. Im 88 Quadratmeter grossen Raum mit kleiner Küche und WC sollen Veranstaltungen gesellschaftlicher und kultureller Natur wie Apéros, Lesungen, Vorträge, Versammlungen oder Vernissagen stattfinden. So will es das Zuger Stadtparlament.

Der Zuger Werner Binzegger hat bei der Stadt Ende Juli eine Petition eingereicht. Er fordert die Exekutive auf, «dafür besorgt zu sein, dass das Geschäft durch den Stadtrat und den Grossen Gemeinderat nochmals behandelt wird.» Binzegger ist der Meinung, dass eine vernünftige Auslastung kaum möglich ist. Wörtlich schreibt er: «Die Hoffnung, dass keine rauschenden Feste stattfinden würden, geht an der Realität vorbei». Binzegger fordert die Stadt auf, auf das Benützungsrecht zu verzichten und sich dieses finanziell in der Höhe von rund 1,65 Millionen Franken abgelten zu lassen.

Kontroverse Diskussion

In der Antwort, die der Stadtrat am Mittwoch publik gemacht hat, führt er aus, dass er 2012 dieses Vorhaben dem Grossen Gemeinderat unterbreitet hatte. Doch sowohl die Geschäftsprüfungskommission als auch die Bau- und Planungskommission wollten auf die öffentliche Nutzung im Parktower nicht verzichten.

Der Stadtrat kann nicht – wie es Binzegger verlangt – «auf die Angelegenheit zurückkommen». Nur das Stadtparlament kann diesen vom Stadtrat gefällten Beschluss ändern. Um dies zu erreichen, müsste eine Motion eingereicht und erheblich erklärt werden, die den Stadtrat beauftragt, den Bebauungsplan Foyer entsprechend zu ändern.

Unter den Politikern wird der Nutzen und Kosten des öffentlichen Raums im Park Tower ebenfalls kontrovers diskutiert (siehe Neue ZZ vom 5. August)

Knackpunkt: Öffnungszeiten

Zwischen der Stadt Zug und der Vermieterin Peikert Immobilien AG wird um die Betriebszeiten des obersten Stockes gestritten: Konkret will die Stadt, dass der Bevölkerung der Raum länger und häufiger zur Verfügung steht. Die Peikert will mit Rücksicht auf die Bewohner kürzere Öffnungszeiten. Die Verhandlungen laufen. Vor dem Bezug der ersten Einheiten ab April bis September 2014 muss eine Lösung gefunden sein. Ein Gang vor Gericht wird nicht ausgeschlossen.

Gemäss Dienstbarkeitsvertrag muss die Stadt Zug ebenfalls für den Ausbau des Raumes aufkommen. Fest steht bereits heute, dass der Ausbau in der Höhe von 300'000 Franken 100'000 Franken teurer wird als erwartet.

Das Oberste Geschoss des Park Towers soll zur öffentlichen Nutzung freigegeben werden. Das Bild zeigt die grandiose Aussicht des Towers. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ
Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ
Die Gipfelhöhe von 81 Metern ist erreicht. Der Park-Tower, der ab nächstem Frühling bezogen werden kann, ist im Prinzip schon jetzt das höchste Gebäude im Kanton Zug. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Das als «exklusiv» beworbene Gebäude mit «hochwertigen Materialien» und in der Tat noblen Kaufpreisen wird in Sachen Fassade komplett aus dem Ausland bestückt. Genauer gesagt aus China. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
In der Regel schaut Kranführer Peter Linhart konzentriert nach unten - auf die Park-Tower- Baustelle. Für den Fotografen macht er eine Ausnahme. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Jede Woche ein Stockwerk höher: Parktower beim Bahnhof Zug am 18. April 2013. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Blick auf die Baustelle des Parktowers. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Diese Woche wurden beim Park-Tower der Kern des 20. Stockwerkes und die Aussendecke des 17. Obergeschosses betoniert. Kranführer Peter Linhart bei seinem Arbeitsplatz. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
18. April 2013: In grossen Schritten geht es vorwärts. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Der Parktower am 31. Januar 2013. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
24. August 2012: Unterirdisch entsteht eine riesiges Tiefgarage... (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
... die derzeit betoniert wird. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Die Baustelle am 15. Mai 2012. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Die Baustelle am 15. Mai 2012. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Baubeginn am 7. März 2012. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
Baubeginn am 7. März 2012. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
So soll das höchste Gebäude des Kantons Zug dereinst aussehen. (Bild: PD)
Bild: PD
Bild: PD
Bild: PD
So soll das höchste Gebäude des Kantons Zug in der Nacht dereinst aussehen. (Bild: PD)
22 Bilder

Park-Tower in Zug

rem

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