Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ZUG: Tänze für die schlafende Göttin

Im Jubiläumsjahr bringt die TDC Dance Company mit «Parsina» ein mystisches Stück auf die Bühne des Casinos. Warum bei dieser Geschichte die Insel Malta eine grosse Rolle spielt, hat mehrere Gründe.
Monika Wegmann
Für das Stück «Parsina – Wir Kinder der schlafenden Göttin» wird intensiv geprobt.

Für das Stück «Parsina – Wir Kinder der schlafenden Göttin» wird intensiv geprobt.

Monika Wegmann

redaktion@zugerzeitung.ch

Vor der Spiegelwand im Tanzhaus Süd auf dem Victoria-Areal in Baar sitzt Tanzlehrerin Sandra Odermatt-Gautschi am Boden und erklärt den rund 25 Mädchen den Ablauf der Szene. Aufmerksam hören alle zu. Dann geht es los. «Eins, zwei drei, vier, fünf sechs, sieben, acht», gibt die Trainerin den Takt an und ruft: «Geht näher, noch näher heran», als die Mädchen am Boden ein Knäuel bilden. «Ihr müsst relativ lange in dieser Position bleiben.»

Sandra Odermatt-Gautschi will mit der Gruppe die Schlussszene des Tanzstückes «Parsina» weiterproben, mahnt zur Konzentration und ruft zur Anfangsposition. Am letzten Samstag ist zum ersten Mal mit Musik geprobt worden. Mystische Klänge ertönen, und schon klappen die tänzerischen Elemente besser. «Gut, gut», lobt die Lehrerin.

Die Insel und ein Roman

Bis zur Premiere am Ende dieses Monats steht noch ein grosses Stück Arbeit an. Doch nicht nur für diese Gruppe, denn am neuen Stück «Parsina» wirken gesamthaft rund 80 Tänzerinnen mit. So wird diese Szene auch am Sonntag nochmals geübt, mit den anderen Gruppen im grossen Saal nebenan. «Wir proben seit letztem August in drei Gruppen die einzelnen Szenen. Die ganze Produktion wird aber erst im Casino zusammengefügt, wo wir vor der Premiere zwölf Tage arbeiten dürfen», erklärt Produktionsleiter Gio Gautschi.

Das Stück «Parsina – Wir Kinder der schlafenden Göttin» handelt von vier Mädchen, die eine unbeschwerte Kindheit in Malta verbringen. Sie treffen sich öfters in der Tempelanlage Hypogäum (ein Unesco-Weltkulturerbe), die der schlafenden Göttin geweiht ist. Als sie von ihr eine Skulptur finden, beschliessen sie in einem Ritual eine immerwährende Verbundenheit. Nach der Schulzeit trennen sich ihre Wege, sie wollen sich aber am grössten Fest Maltas, der Notte Bianca in Valletta, wiedertreffen. Als Erwachsene erkennen sie, dass sie sich verändert haben. Und dann passiert an einem mystischen Ort am Meer etwas Unerwartetes.

Gio Gautschi und seine Frau Teresa, die in Malta ihren zweiten Lebensmittelpunkt gefunden haben, wurden durch den Roman «Mondtänzerin» von Federica de Cesco zu dem Tanzstück inspiriert. «Hier fanden wir unsere Erfahrungen von Malta bestätigt», sagt Gio Gautschi, der das Drehbuch geschrieben hat. Er habe mit der Autorin, die zwei Jahre in Malta gelebt habe, Kontakt aufgenommen. «Sie ist stolz, dass das Stück in Anlehnung an ihr Buch entsteht, und wird als Spezialgast an der Premiere teilnehmen.»

Die fünf Choreografinnen Sandra Odermatt-Gautschi, Katja Imfeld, Lea Friedli, Agnieszka Obuchowicz und Vanessa de Souza hatten recht freien Spielraum für eine eigene Interpretation der ihnen zugeteilten Szenen. Jede durfte die Musik aus einem breiten Mix selber suchen. Zusammen wurde dann ein spannendes Gesamtbild entwickelt.

Für die vier Hauptsolistinnen, welche die Kinder spielen, wurden sechs Nachwuchstalente ausgewählt. Im zweiten Teil treten als junge Erwachsene ältere Tänzerinnen auf, die hier ihre speziellen Fähigkeiten zeigen können. Die Rolle der Göttin Parsina wird von Celine Zürcher, einem langjährigen Mitglied der Company, getanzt. Damit alle Klassen zum Zug kommen, werden auch Touristen und Insel­bewohner zu sehen sein.

Hinter den Kulissen wird auch gearbeitet

«Mit dieser Produktion wollen wir die eindrücklichen Schönheiten der Insel Malta, die anspruchsvolle Story und die Tänzerinnen der Company zusammenbringen», erläutert Gio Gautschi. Momentan sind auch die vier Schneiderinnen und die Lichtkünstler und Bühnenbildner noch sehr beschäftigt, um dem Publikum ein spannendes Erlebnis zu bieten. Für Gio Gautschi soll das neue Stück zum 40-Jahr-Jubiläum der TDC Dance Company eine Synthese sein – von Tanz, Dramatik und Mystik.

Hinweis

Die TDC Dance Company feiert mit «Parsina» am Donnerstag, 31. Mai, 20 Uhr, im Theater Casino Zug Premiere. Weitere Aufführungen: 1. Juni, 20 Uhr; 2. Juni, 14 und 20 Uhr. Vorverkauf im Casino.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.