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ZUG: Tatort-Kommissar als Kinobesucher

Der Schauspieler Stefan Gubser ist der Schweizer «Tatort»-Ermittler und ein grosser Fan von Zug, Zugern und dem Zugersee.
Gestern am Open Air Zug zu Gast: «Tatort»-Kommissar Stefan Gubser. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Gestern am Open Air Zug zu Gast: «Tatort»-Kommissar Stefan Gubser. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Luc Müller

Mit einem Schirm in der Hand und im sommerlichen Polo-Shirt kommt er locker angeschlendert: Stefan Gubser, der gestern in Zug beim Open-Air-Kino zu Gast war. Grund: Auf der Leinwand wurde aus der Krimireihe «Tatort» die Schweizer Folge «Schutzlos», die am Sonntag bereits im TV zu sehen war, gezeigt.

Schweizer zu kritisch

Kurz vor der Aufführung nimmt sich Stefan Gubser, der den TV-Kommissar Reto Flückiger mimt, Zeit für ein Gespräch über Zug, seine Freizeit und die Kritik an dem Schweizer «Tatort». «Die Schweizer Medien sind viel zu kritisch», ärgert sich der Schauspieler, «die Folge vom Sonntag wurde in Deutschland sehr gut bewertet. Nur hier gab es wieder viel Kritik.» Zu Unrecht, wie Gubser, der ausserhalb von Zürich wohnt, erklärt. «Die Folge nimmt ein wichtiges Thema auf. Asylbewerber sind in aller Munde. Ich habe während des Drehs gemerkt, welch hartes Schicksal hinter diesen Menschen steckt. Bis man sein Land auf teilweise dramatische Art und Weise verlässt, muss viel Leid vorhanden sein.» Er sei durchaus ein politischer Mensch, jedoch keiner Partei angehörig. «Ich finde aber, die Jungen sollten zur Urne gehen und abstimmen. Nur so kann man etwas bewirken», so Gubser. Und was steckt überhaupt an den Gerüchten, dass das Schweizer Fernsehen sich nach einem neuen «Tatort»-Kommissar umschaut? Stefan Gubser lacht schelmisch. «Ich habe jetzt gerade meinen Vertrag für drei Jahre verlängert.»

In Deutschland in Filmjury

Geht er überhaupt selber noch ins Kino? «Ich bin eben aus Deutschland zurückgekehrt. In Ludwigshafen sass ich in der Jury des Festivals des deutschen Films und habe 20 Filme bewertet.» Der Streifen «Im Sommer wohnt er unten» ist ihm dabei in Erinnerung geblieben. Die Geschichte handelt von zwei Brüdern, die im Haus ihrer Eltern kurzzeitig einziehen und sich dabei in die Haare geraten. «Dieser Film hat mir wieder einmal gezeigt, dass man mit kleinem Budget ein hervorragendes Werk produzieren kann wenn das Drehbuch wie hier stimmt.»

Auch zu Zug hat der Schauspieler, der am Bodensee aufgewachsen ist, eine Beziehung. «Hier wohnt ein guter Freund von mir. Er ist mein Nachbar. Er hat in Zürich und in Zug eine Anwaltskanzlei. Ich besuche ihn ab und zu mal hier.» Und für die neuste «Tatort»-Folge «Schutzlos» war er mit dem Filmteam zwei Tage in der Zuger Klinik in Oberwil, wo Szenen gedreht wurden. Zudem hat er auch schon mit Marco Rima gedreht mit ihm stand er in der Komödie «Liebling, lass uns scheiden» vor der Kamera. «Ich mag Marco sehr – vor allem auch seinen Humor», betont Stefan Gubser.

Zum Abschalten in die Natur

«Die Gegend hier um Zug ist sehr schön», schwärmt der 57-Jährige. Er liebe Orte am See. «Ich bin ein totaler Wassermensch.» Für seine Rolle als «Tatort»-Kommissar Flückiger der in Luzern auf einem Segelboot wohnt – hat er mit dem Segeln angefangen. «Plötzlich hat es mich gepackt. Jetzt bin ich auch Skipper und kann mit meinem Hochseeschein auch die Meere befahren.»

In die Sommerferien fährt der Schauspieler nicht. «Aber ich gehe in die Natur, um abzuschalten.» Und die nächsten Aufgaben warten: An der Kyburgiade, die ab 4. August im Schloss Kyburg beginnt, hält er Lesungen unter freiem Himmel.

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