ZUG: Taxifahrer sorgen sich um ihren Ruf

Täglich werden kurze Fahrten von Chauffeuren abgelehnt. Das bemängelt der Taxiverein. Er hofft auf härtere Konsequenzen durch das neue Reglement.

Samantha Taylor
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Im Kanton Zug müssen Taxis hre Tarife am Auto deklarieren. (Bild: Archiv Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Im Kanton Zug müssen Taxis hre Tarife am Auto deklarieren. (Bild: Archiv Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Der Ruf der Zuger Taxis hat in den vergangenen Jahren gelitten. Dies vor allem, nachdem horrende Unterschiede in Bezug auf die Kilometerpreise für Schlagzeilen sorgten – teilweise wurden über 7 Franken pro Kilometer verlangt. Das war 2010. Die Konsequenz daraus: Seit 2012 müssen alle Taxis, die über eine A-Konzession verfügen und damit berechtigt sind, die Standplätze in der Stadt Zug beispielsweise am Bahnhof zu nutzen, ihre Preise aussen am Fahrzeug ausweisen. Stefan Agatic, Präsident des Zuger Taxivereins, sorgt sich allerdings noch immer um den Ruf seiner Branche. «Unser Image ist nicht gut», bedauert er.

Zu viele abgelehnte Fahrten

Den Grund dafür sieht der Inhaber von Adriataxi heute jedoch nicht in erster Linie bei den Preisunterschieden. Daneben gibt es noch einen weiteren Punkt, über den sich der Einzelunternehmer ärgert und der «unseren Ruf ruiniert». «Es kommt zu oft vor, dass Fahrten abgelehnt werden», sagt Agatic. Sprich, dass sich Fahrer weigern, Gäste mitzunehmen. In der Regel, weil diese nur kurze Strecken zurücklegen wollen. «Das kommt fast täglich vor», so Agatic. Und das, obwohl direkt neben dem Taxistand am Bahnhof ein Schild prangt, auf dem steht, dass Fahrer verpflichtet sind, Kunden zu fahren, egal wie weit die Strecke ist.