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ZUG: Tempo 30: Einfach zur Lärmreduktion

Gemeinderätin Astrid Estermann (Alternative-die Grünen) hat ein Postulat wegen des Temporegimes in der Zuger Kernzone eingereicht. Sie wünscht sich eine grössere Tempo-30-Zone.
Marco Morosoli
In der Stadt Zug könnte es nach der Grabenstrasse weitere Tempo-30-Zonen geben. (Symbolbild: Stefan Kaiser)

In der Stadt Zug könnte es nach der Grabenstrasse weitere Tempo-30-Zonen geben. (Symbolbild: Stefan Kaiser)

Marco Morosoli

marco.morosoli@zugerzeitung.ch

«Abgesehen davon tut die Einsicht not, dass Geräusche Bestandteile unserer Gesellschaft und Wirtschaft sind», schreibt Paul Schneeberger in der «Neuen Zürcher Zeitung». Den von ihm als neue Dynamik des Lärms definierten Zustand könne folgendermassen angegangen werden. Lärm könne nicht verdrängt, aber wenigstens kalkuliert beschränkt werden.

Diesen Weg geht der Kanton Zug an der Grabenstrasse. Dort soll bald nur noch Tempo 30 gelten. Dies hat der Zuger Baudirektor am 19. April an einer Medienorientierung versprochen. Der Kanton hat damit auf einen Feldversuch an dieser sehr stark befahrenen Nord-Süd-Verkehrsachse reagiert, welche ergeben hat, dass eine Temporeduktion vor allem in den Nachtstunden und am Wochenende den Lärm merklich reduziert. Der Baudirektor hat zudem gesagt, dass derzeit noch unklar sei, wie gross die Tempo-30-Zone werden soll.

«Kleine Beschränkung» mit grosser Wirkung

Die Zuger Gemeinderätin Astrid Estermann (Alternative-die Grünen/ALG) hat aber auch die Aussage von Hürlimann gehört, dass es Tempo 30 auf Kantonsstrassen nicht flächendeckend geben wird. Jetzt hat sie ein Postulat eingereicht, das den Stadtrat verpflichten soll, beim Kanton anzuklopfen und zu Verlangen auch noch die Vorstadt, die Ägeristrasse wie auch die Neugasse als Tempo-30-Zone zu definieren. Estermann erinnert daran, dass in vielen Bereichen der Innenstadt schon heute ohne Tafel kaum mehr als 30 Stundenkilometer gefahren werden könne. Dabei hat Estermann nicht so sehr die Werktage im Visier, sondern die Nachtstunden und die Wochenenden. Diesbezüglich haben die Messreihen des Kantons auf Geheiss des Bundesgerichtes ergeben, dass mit einer reduzierten Geschwindigkeit eine Lärmreduktion spürbar ist. Sie liegt im Bereich von vier bis fünf Dezibel. Für Estermann hat «eine kleine Beschränkung» eine grosse Auswirkung auf die Menschen, welche im Bereich dieser Strassen leben.

Die ALG-Gemeinderätin hat denn auch eine einfache Rechnung: «Höhere Geschwindigkeiten sorgen für grösseren Lärm.» Es gehe dabei nicht darum, das Auto zu verteufeln. Ebenso wolle sie nicht genervte Anwohner schützen. Estermann bringt ihre Forderung auf den Punkt: «Ob Tempo 50 oder Tempo 30 gefahren werden darf, ist nicht lebensentscheidend, aber die Anwohner an diesen Strassen können mit Tempo 30 ruhiger schlafen.» Wann der Grosse Gemeinderat der Stadt Zug über das Postulat befinden wird, ist unklar. Astrid Estermann hofft, dass ihr Vorschlag «mehrheitsfähig» ist, denn ehrlicherweise ist zu sagen, dass in diesen Bereichen schon heute weitgehend und ohne Tafel während des Tages kaum das Tempo 50 genutzt werden kann. Ob die Baudirektion das auch so sieht?

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