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ZUG: Tennisclub bangt um seine Zukunft

Seit der Idee zweier Zuger Gemeinderäte, die ZBV im Göbli anzusiedeln, liegen beim Tennisclub Zug die Nerven blank. Er sorgt sich nämlich um seine dortigen neun Plätze und bemängelt die Kommunikation der Stadt.
Charly Keiser
TC-Zug-Präsident Arno Baumeler und Juniorenobfrau Barbara Hotz. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 29. Januar 2018))

TC-Zug-Präsident Arno Baumeler und Juniorenobfrau Barbara Hotz. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 29. Januar 2018))

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

Seit dem letzten Dezember hat der Tennisclub Zug 60 neue Mitglieder und zählt nun total deren 600. Dies nach der vollendeten Fusion mit dem Tennisclub Siemens-Zug, der bekanntlich seine Tennisplätze oberhalb dem alten Kantonsspital an der Neufrauensteinstrasse räumen musste.

Doch statt Freude herrscht bei den Klubverantwortlichen des TC Zug Sorge um die Zukunft. «Wir werden seit Jahren von der Stadt vertröstet und wissen nicht, ob überhaupt, und allenfalls wo wir ab 2025 noch spielen können », sagt TC-Zug-Präsident Arno Baumeler. Bis dann läuft nämlich der Vertrag mit der Stadt. «Wir brauchen dringend Planungssicherheit», fügt Vorstandkollegin und Juniorenobfrau Barbara Hotz an. «Denn 250 unserer Mitglieder sind Junioren und unser Klub leistet einen grossen Integrationsbeitrag.»

Langfristige Zusammenlegung zweier Vereine

Die Stadt will die Tennisanlage aus dem Göbli weghaben und die Aktivitäten der beiden Tennisvereine TC Allmend und TC Zug in der Herti langfristig zusammenlegen. Dies ist in Unterlagen zu lesen, die unserer Zeitung vorliegen. «Immer zahlreicher sind die Begehrlichkeiten im Göbli, und die Stadt lässt uns im Dunkeln», sagt Baumeler. «Mit der neusten Idee, auch die ZVB im Göbli unterzubringen, kommt für uns eine weitere Unsicherheit hinzu», sagt er. «Denn wir wollen zwei Investitionen tätigen und brauchen Klarheit.» Der Tennisclub will zwei Plätze mit einer Flutlichtanlage ausstatten und dafür 90000 Franken ausgeben. Und auch mit dem Bau einer Paddelanlage, die rund 250000 Franken kostet, will der Klub baldmöglichst starten.

«Wir wollen lieber im Göbli bleiben», sagt Barbara Hotz. Denn dort seien sie zufrieden und würden auch niemanden stören. Auch der TC Allmend bliebe lieber in der Riedmatt, wie deren Präsident Bruno Waller erklärt. Der Klub hat noch einen Vertrag bis 2033 und will oder besser muss bald zwei der sechs Plätze sanieren. «Weil wir dank unseren zwei Traglufthallen das ganze Jahr über spielen können, nutzen sich unsere Plätze schneller ab.» Er sei nicht prinzipiell gegen einen Umzug in die Herti, sagt Waller: «Aber der jetzige Ort ist ideal.» Bei einem Umzug müsste die neue Infrastruktur stimmen und die Stadt sich finanziell entsprechend beteiligen.»

Besagtes Land in der Herti ist in der Landwirtschaftszone und muss zuerst in ein Gebiet öffentlichen Interesses umgezont werden, führt die Stadt in ihren Unterlagen aus. Bis zur Rechtsgültigkeit rechnet sie mit fünf bis sechs Jahren und erwähnt die Verhandlung mit der Landeigentümerin Korporation Zug, die bezüglich Erwerb oder Baurecht geführt werden müsse. Die Tennisanlage mit 15 Plätzen und einer Tennishalle, die die Stadt den Verantwortlichen des TC Zug gezeigt hat, soll nördlich des Streethockeyplatzes realisiert werden.

Korporationspräsident Urban Keiser staunt und sagt: «Mit dem geplanten Projekt ist die Korporation weder konfrontiert noch sind wir zu einem möglichen Landhandel angefragt worden.» Er betont: «Wir werden uns Gesprächen zwar nicht verschliessen, aber klar ist, dass wir ganz sicher keinen einzigen Quadratmeter Land verkaufen.» Auch sei der Pächter sicher nicht begeistert, wenn er die Wiese nicht mehr nutzen könne. «Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt», sagt Keiser.

Ob der Klub im Göbli bleiben kann, ist ungewiss

Der Umzug in die Herti sei eine Option für die Zukunft, sagt Stadtrat Karl Kobelt. Sie verfolge zwei Ziele: Das Tennisspiel in der Stadt Zug weiterhin zu ermöglichen und zugleich den haushälterischen Umgang mit Land, das in der Stadt Zug bekanntlich ein knappes Gut geworden sei. «Die Stadt hat das Land im Göbli zum Bau eines Ökihofs und als strategische Landreserve erworben.» Mittelfristig wolle der Stadtrat den Infrastrukturbedarf im Bereich Werkhof, Feuerwehr und weiteren Nutzungen im Göbli abdecken. «Der Pachtvertrag mit dem TC Zug läuft bis Ende 2025. Ob der Klub nach 2025 im Göbli bleiben kann, ist ungewiss. Der Grund liegt im möglichen Bau des neuen ZVB-Stützpunkts an diesem Ort», sagt Kobelt. Es werde nun von Seiten des Kantons Zug geprüft, ob ein solches Grossprojekt an diesem Ort sinnvoll und möglich ist, erklärt Kobelt. Er verstehe die Sorge der Verantwortlichen. Die Problematik für den Tennisclub bestehe aktuell darin, dass keine konkreten Jahreszahlen genannt werden können. «Die jüngsten Entwicklungen könnten allfällige Erweiterungsprojekte des Tennisclubs im Göbli verunmöglichen.»

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