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ZUG: Tennisclub bangt weiter um Plätze

Mittels einer Interpellation an den Stadtrat will ein FDP-Gemeinderat in Erfahrung bringen, wie es mit dem Tennisclub Zug weiter gehen soll. Er sorgt sich um die Zukunft Hunderter Junioren.
Charly Keiser
Ex-Interclub TC Zug-Captain Rainer Leemann (rechts) mit Alt-Tennisass Marco Chiudinelli. (Bild: Werner Schelbert (21. Mai 2016))

Ex-Interclub TC Zug-Captain Rainer Leemann (rechts) mit Alt-Tennisass Marco Chiudinelli. (Bild: Werner Schelbert (21. Mai 2016))

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

Rainer Leemann ist langjähriges Mitglied des Tennisclubs Zug und sitzt für die FDP im Grossen Gemeinderat der Stadt Zug (GGR). Er hat eine Interpellation eingereicht, in der er dem Stadtrat Fragen zur Zukunft des TC Zug stellt. Leemann bezieht sich bei seinem Vorstoss auf den Artikel in der «Zuger Zeitung» vom 31. Januar mit dem Titel «Tennisclub bangt um seine Zukunft». Ab 2025 drohen 600 Mitglieder des Tennisclub Zug, davon 250 Junioren, auf der Strasse zu stehen, schreibt Leemann und moniert: «Die verschiedensten Nutzungen werden für die im Jahr 2014 erworbene strategische Landreserve der Stadt Zug diskutiert, aber über die Zukunft des Tennisclubs Zug wird nur spärlich informiert.

TC Zug-Präsident Arno Baumeler ist froh um die Unterstützung seines Mitglieds: «Für uns geht es immer noch um das Gleiche», sagt er: «Wir brauchen dringend Planungssicherheit und der Vorstand ist verantwortlich, die Interessen des Clubs wahrzunehmen. Als Präsident bin ich ganz besonders gefordert und will keinesfalls als Totengräber des TC Zug in die Geschichte eingehen. Ich verlange darum von der Stadt Taten – statt Worte.»

Umfassende Fragestellung

Die Interpellation von Gemeinderat Leemann ist äusserst umfassend. So stellt er zwölf Frageblöcke, die der Stadtrat innert drei Monaten beantworten muss. Die Fragen drehen sich um die beiden Standorte der beiden Tennisclubs TC Zug und TC Allmend im Göbli und in der Riedmatt und warum der Stadtrat das Stadtzugertennis in der Herti konzentrieren will? «Der Stadtrat geht heute davon aus, dass die beiden Tennisclubs an einem gemeinsamen Standort zusammengeführt werden sollen, schreibt Leemann: «Welche Überlegungen haben den Stadtrat zu diesem Entscheid geführt? Warum haben die beiden Tennisclubs von diesen Überlegungen erst im Sommer 2017 Kenntnis erhalten und konnten ihre Standpunkte zu dezentralen Standorten nicht einbringen?» Leemann will zudem wissen, wie viele Plätze es braucht und wie viel das Ganze kostet?

«Wann wird der Stadtrat die Gespräche mit der Korporation Zug aufnehmen?», fragt Leemann und ergänzt: «Ist dieses Land bereits in der Zone des öffentlichen Interesses eingezont? Wenn nein, wie realistisch erachtet es der Stadtrat, dass dieses Land bis 2025 eingezont, die Tennisanlage erstellt und auch der dazu benötigte Kredit der Stimmbürger gesprochen wurde? Was ist der Plan, wenn die Umzonung oder der Millionenkredit an der Urnenabstimmung scheitert?

Grosse Sorgen wegen des Zeitplans

Mit den letzten Fragen fasst Leemann seine Sorgen zusammen: «Wie sieht der Zeitplan der Stadt Zug für die Planung eines neuen Standortes für den Tennisclub Zug aus? Besteht noch eine realistische Chance für den Tennisclub Zug, dass er auch nach 2025 noch weiter besteht, oder müssen sich die Mitglieder darauf einstellen, dass dannzumal eine 97-jährige Klubtradition zu Grabe getragen werden muss?»

Rainer Leemann attestiert, wie schon Präsident Arno Baumeler, viele «freundliche Gespräche» mit der Stadt, moniert aber die völlige Unverbindlichkeit des Stadtrats, die ihm und dem Vorstand des TC Zug Schweissperlen auf die Stirn treibt. «2025 ist schon sehr bald und uns nützen Worte und Ideen nichts», sagt er: «Wir brauchen verbindliche Zusagen und Fakten, wie es wo mit unseren Club weitergeht? Ich hoffe, dass nun nach meinen Fragen das Thema ernsthaft angepackt wird. Wenn nicht, werden wir wohl eine Motion oder eine Initiative einreichen müssen.»

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