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ZUG: Theater Casino: Grosse Vorfreude auf das neue Haus

Die TMGZ hat ihr Programm 2017/18 vorgestellt. Das rundum sanierte Theater Casino öffnet im September seine Türen. Mit einigen Neuerungen bereitet man sich auf den grossen Moment vor.
Andreas Faessler
Die Kibbutz Contemporary Dance Company aus Israel ist am 19. Januar bei der TMGZ zu Gast. (Bild: PD)

Die Kibbutz Contemporary Dance Company aus Israel ist am 19. Januar bei der TMGZ zu Gast. (Bild: PD)

Andreas Faessler

andreas.faessler@zugerzeitung.ch

Die diesjährige Programmpräsentation der Theater- und Musikgesellschaft Zug (TMGZ) am Dienstag stand – ganz klar – unter dem Zeichen der Casino-Neu­eröffnung im kommenden Herbst. Monatelang hat der Kulturbetrieb ausserhalb des ehrwürdigen Hauses am See stattgefunden und somit den Bauarbeitern den Platz überlassen.

«Mitte August werden wir unser neu renoviertes Haus übernehmen und für die neue Saison einrichten», versicherte Johannes Stöckli, Präsident der TMGZ, an der Programmpräsentation in der Chollerhalle. «Das Theater Casino wird mit der neusten Technik ausgestattet sein.» Die Vorfreude seitens TMGZ auf ihre top in Schuss gebrachte Spielstätte ist gross.

Vom «Casinosaal» zum «Festsaal»

Mit der Generalüberholung des Hauses gehen Neuerungen einher: So erscheint das Programmheft nach Jahren erstmals in einem neuen, zeitgemässeren und übersichtlicheren Design im A4-Format. Auch die Website der TMGZ ist völlig neu aufgezogen und benutzerfreundlicher gestaltet. Diese Massnahmen sollen die Marke Theater Casino Zug stärken. Eine weitere, wichtige Änderung betrifft den historischen Jugendstilsaal im alten Gebäudeteil. Der bisherige offizielle Name «Grosser Casinosaal» ist passé. Ab sofort heisst der Raum schlicht «Festsaal». Dies sei dem Umstand geschuldet, dass die Leute für diesen Aufführungsort stets uneinheitliche Begriffe verwendeten, wonach nie eindeutig war, ob nun der historische «Festsaal» oder der neue Theatersaal gemeint sei, erklärte TMGZ-Intendant und -Geschäftsleiter Samuel Steinemann diese Anpassung.

Die Überbrückungszeit war für die TMGZ ein organisatorischer und logistischer Kraftakt zwar, aber hielt spannende Begegnungen und Erfahrungen bereit. Unter dem Motto «Casino. Gespielt wird immer» wurde das Bühnengeschehen an 14 Orte im Kanton Zug ausgelagert. Neben der Hauptersatzbühne in der Shedhalle waren das unter anderem eine Produktionsstätte der V-Zug, eine Halle der Bavaria Auto AG, der Kultursilo Böschhof oder gar eine Komposition der Stadtbahn.

Was für das Publikum ganz neue Eindrücke und Erfahrungen bedeutete, war auch für die TMGZ etwas noch nie Dagewesenes: «Es war eine intensive Zeit für uns», sagt Steinemann rückblickend. Absolutes Neuland habe man mit dieser Auslagerung betreten. «Aber wir konnten dabei auf unserer soliden Erfahrung aufbauen. Manchmal muss – oder darf – man seine Komfortzone verlassen, um daran zu wachsen.» Es gehöre überdies zu seinem Credo, selber und auch mit seinem Team stets neue Herausforderungen zu suchen, um dadurch zu sich selber zu finden.

Eine Vielzahl an Höhepunkten

Angesichts der prägenden Neuerungen an Programmheft und Webauftritt bleibt eines beim Alten: Bezüglich Programm 17/18 hat die TMGZ bei der Wahl auf die gewohnte Ausgewogenheit von Veranstaltungen aus den Bereichen Musik, Tanz, Theater, Comedy und Familie geachtet. Was die erste Saison im neuen Haus alles bereithält, ist im Webauftritt wie gleichermassen im gedruckten Programm fast auf einen Blick ersichtlich.

Aus der Fülle an Veranstaltungen für alle Präferenzen lassen sich einige Programmhöhepunkte nennen. Dazu gehören auf jeden Fall die Auftritte der drei gefeierten Klaviersolisten Fazil Say (5. Oktober), Mikhail Pletnev (26. Januar) und Rafa Blechacz (13. Mai). Überwältigende Tanzperformances sind von der Kibbutz Contemporary Dance Company aus Israel (19. Januar) oder von VerTeDance aus Tschechien (21. März) zu erwarten. «Athletisches Tanztheater» von ungewohnter Art für die Sinne bietet das eVolution Dance Theater aus Italien (24. November). Folkloristisch wird’s mit der Hanneli-Musig (21. September) oder mit dem Septett Federspiel aus Österreich (12. Januar).

Was Kabarett betrifft, so kann man unter anderem gespannt sein auf Ursus & Nadeschkin (24./25. Oktober) sowie auf einen weiteren Auftritt von Lorenz Keiser (11. November) oder auf die posttelevisionäre Therapie-Reunion von Giacobbo/Müller (8./9. Mai). Selbstverständlich finden sich auch etablierte Formate wie Keynote Jazz oder die English Stand-up Comedy wieder unter den fast 70 Veranstaltungen der anstehenden Saison.

Samuel Steinemann, Geschäftsleiter TMGZ: «Manchmal muss – oder darf – man seine Komfortzone verlassen.» (Bild: PD)

Samuel Steinemann, Geschäftsleiter TMGZ: «Manchmal muss – oder darf – man seine Komfortzone verlassen.» (Bild: PD)

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