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ZUG: Theater: Wenn Improvisation zum Sport wird

In der Industrie 45 hat sich am letzten Mittwoch das Zuger Team Hotel 99 mit dem Aarauer Team Hirschwahn gemessen. Die beiden Theatergruppen übertrumpften sich in Sachen Kreativität.
Nils Rogenmoser
Die beiden Teams «Hotel 99» und «Hirschwahn» geben auf der Bühne ihr Bestes. (Bild: Maria Schmid (Zug, 6. Dezember 2017))

Die beiden Teams «Hotel 99» und «Hirschwahn» geben auf der Bühne ihr Bestes. (Bild: Maria Schmid (Zug, 6. Dezember 2017))

Nils Rogenmoser

redaktion@zugerzeitung.ch

Jeweils am ersten Mittwoch im Monat veranstaltet die Zuger Improtheater-Gruppe Hotel 99 in der Industrie 45 einen Improsport-Wettkampf. Dieser Sport dürfte nicht jedem geläufig sein, lässt sich jedoch simpel umschreiben. Improsport ist improvisiertes Theater ohne Drehbuch mit grossem Unterhaltungswert. Das einheimische Team Hotel 99 – mit Nicolas Bächtold und Walter «Willy» Willimann – sowie das Aarauer Gast-Team Hirschwahn – mit Daniel Ballmer, Simone Häfliger und Zora Heinricht – und Matthias Oscity an der Gitarre betreten strahlend die Bühne.

Es folgt ein körperliches und geistiges Einwärmen: Das Publikum kann mit Vorschlägen direkt Einfluss auf die von den beiden Teams abwechslungsweise gespielten Situationen nehmen. So wird ein Eishockeyspiel mit einem Pirouetten drehenden Knaben und seinem hysterischen jüngeren Bruder von einer einminütigen Grundszene auf einen Sechs-Sekunden-Schnelldurchlauf heruntergebrochen.

Des Weiteren sorgt ein Interview mit einer esoterisch-abschweifenden Hellraumprojektor-Spezialistin oder eine in vier verschiedenen Genres interpretierte Weihnachtsszene für hemmungslose Lacher im Publikum.

Nach kurzem Durchschnaufen spielen die Teams nicht mehr gegen, sondern miteinander. In der fiktiven Reality-Show «Ich ohne mich» legen zwei Alkoholsüchtige dank einer Wunderspritze ihre Sucht ab, was zwei Mitarbeiter des Nobelpreises auf den Plan ruft. Eine herumstehende Bierflasche wird zum Verhängnis und sorgt für einen tragisch-witzigen Schlusspunkt. Nadine Schuler sagt: «Ich war bereits an zwei Improsport-Wettkämpfen, doch der heutige übertraf beide. Spannend finde ich, dass die Situationen sich fast immer anders als erwartet entwickeln.»

Walter Willy Willimann vom Team Hotel 99 erläutert den Reiz des Improsports: «Es geht weder um Originalität noch darum, lustig zu sein. Man stellt sich in den Dienst des Teams, in dem man völlig spontan die momentane Situation annimmt.» Daniel Ballmer vom Gast-Team erklärt weiter, dass sich «Hirschwahn» wöchentlich zum gemeinsamen Improvisieren treffe: «Wir üben Disziplinen wie Pantomime oder Storytelling, dies führt auch sonst im Leben zu mehr Offenheit. Auf der Bühne holen wir das Kind in jedem hervor und schaffen Gemeinschaft.»

Auch die Lichttechnik ist entscheidend

Nebst den Auftretenden, dem Publikum und der musikalischen Begleitung ist auch die Lichttechnik im Improsport entscheidend. Die Verantwortliche Viola Lutz meint: «Das Licht verändert eine Szene und beeinflusst das Gemüt der Spielenden.»

Hinweis

Die ersten zehn E-Mails an empfang@hotel99.ch werden mit einem Gratiseintritt für den Improsport-Auftritt im Februar goutiert. Weitere Infos finden Sie auf: www.hotel99.ch

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