ZUG / THURGAU: IT-Autrag: Beschwerde gegen Zug zurückgezogen

Der Kanton Thurgau zieht seine Beschwerde gegen die freihändige Vergabe eines Grundbuchsoftware-Auftrags des Kantons Zug zurück. Die Beschwerde hätte zwar Chancen gehabt, der Aufwand dafür sei aber zu gross, teilte die Thurgauer Staatskanzlei am Freitag mit.

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Ausserdem habe sich der viel grössere Kanton Luzern kürzlich für das Thurgauer Produkt «Terris» entschieden habe. Dies sei für den Thurgau eine Genugtuung. Man wolle die «freundeidgenössische» Zusammenarbeit mit Zug nicht gefährden.

Vergeben hatte Zug den Grundbuchsoftware-Auftrag in der Höhe von 2,23 Millionen Millionen Franken an die Firma Bedag Informatik AG. Die Firma gehört dem Kanton Bern und bedient nach eigenen Angaben mit ihrer Software-Lösung Capitastra die Hälfte der Kantone.

Am Zuger Verwaltungsgericht hängig ist eine Beschwerde der Weko. Der Kanton Zug habe mit der freihändigen Vergabe des Informatikauftrages gegen das Binnenmarktgesetz verstossen. Nach Ansicht der Aufsichtsbehörde hätte der Auftrag öffentlich ausgeschrieben werden müssen.

sda