ZUG: Überfordert Frühfranzösisch die Schüler?

Nach den Sommerferien beginnt die Regierung mit einer Auswertung zum Fremdsprachenunterricht. Das Parlament mahnt dabei zur Sorgfalt.

Samantha Taylor
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Sind Schüler mit zwei Fremdsprachen überfordert? Diese Frage soll die Regierung klären. Im Bild: eine Klasse der Tagesschule Elementa in Neuheim. (Archivbild) (Bild: Sefan Kaiser / Neue ZZ)

Sind Schüler mit zwei Fremdsprachen überfordert? Diese Frage soll die Regierung klären. Im Bild: eine Klasse der Tagesschule Elementa in Neuheim. (Archivbild) (Bild: Sefan Kaiser / Neue ZZ)

Gleich zwei Vorstösse zum Thema Fremdsprachen auf Primarstufe wurden gestern im Zuger Kantonsrat behandelt. Zum einen waren da die Antworten der Regierung auf die Interpellation der beiden Kantonsräte der Alternative-die Grünen (AGF), Annal Lustenberger-Seitz (Baar), und Stefan Gisler (Zug). Zum anderen hat die Regierung einen Bericht zum Postulat der CVP-Fraktion verfasst, das sich ebenfalls mit dem Thema befasst.

Die CVP-Fraktion ihrerseits forderte den Regierungsrat auf, eine umfassende Evaluation zu den bisherigen Erfahrungen zum Frühfranzösisch auf Primarstufe durchzuführen. Die beiden AGF-Kantonsräte erfragten ebenfalls, ob die Exekutive zu einer Evaluation bereit sei. Zudem wollten sie wissen, wie der Regierungsrat begründe, dass im Kanton Zug die Leistung bei Fremdsprachen mehr Gewicht habe als das spielerische Lernen und was man von der Forderung des Schweizer Lehrerverbands halte, die zweite Fremdsprache als Wahlpflichtfach einzuführen. Der Regierungsrat zeigte sich in der Beantwortung der Interpellation zwar eher zurückhaltend. Dafür äusserte er klar, dass man bereit sei, eine Evaluation bei Schülern, Lehrern und Eltern durchzuführen. Dies bescherte Bildungsdirektor Stephan Schleiss viel Lob. Allerdings mahnten verschiedene Kantonsräte zur nötigen Sorgfalt. «Wichtig ist, dass die Fragen rund um das Frühfranzösisch nicht allein binär – ob man Lust dazu hat oder nicht – sondern umfassend und auch politisch beurteilt werden», betonte etwa CVP-Kantonsrat Martin Pfister (Baar).