ZUG: Umfahrung Unterägeri nicht vor 2024

Die Sparmassnahmen im Kanton Zug haben Folgen: Die Umfahrung Unterägeri wird zurückgestuft. Drei Waldnaturschutzgebiete werden aus dem Richtplan gestrichen.

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Blick auf Unterägeri. (Bild Werner Schelbert)

Blick auf Unterägeri. (Bild Werner Schelbert)

Weil die Regierung mit 258 Massnahmen ab 2018 die laufende Rechnung um 111 Millionen Franken entlasten will (wir berichteten), hat dies auch Anpassungen im kantonalen Richtplan zur Folge.

  • Die Umfahrung Unterägeri wird von Priorität 2 (Baubeginn bis 2024) in die Priorität 3 (Baubeginn nach 2024) verschoben. Das biete die Chance, die Ergebnisse des Raumordnungskonzepts sowie das darauf abgestützte weitere Vorgehen in der Zuger Verkehrsplanung einfliessen zu lassen, heisst es in einer Mitteilung der Zuger Baudirektion vom Donnerstag.
  • Die Waldnaturschutzgebiete Littibachtobel (Baar), Lorzentobel (Menzingen, Baar und Neuheim) sowie Eggbärneren (Unterägeri) sollen aus dem kantonalen Richtplan gestrichen werden. Begründet wird dies damit, dass diese «noch nicht eigentümerverbindlich geregelt sind». Damit würden für diese Gebiete keinerlei vertragliche Verpflichtungen bestehen und es wurden keine finanziellen Vorinvestitionen geleistet.
  • Der Kanton will auch bei den Wanderwegen sparen, die oft über Asphalt führen. Sie werden im heutigen Zustand belassen. Konkret sollen Wanderwege zu Naturstrassen umgebaut werden. Damit kann die heutige Qualität des Wanderwegnetzes erhalten bleiben. Verzichtet wird zudem auf ein Digitalisierungs-Projekt für das Wanderweg-Netz.

Die Zuger Bevölkerung hat die Möglichkeit, sich zu den Entwürfen zu äussern. Die Unterlagen liegen ab dem 8. August bis zum 7. Oktober öffentlich auf.

pd/rem