Zug: Umstellung von Präsenz- auf Fernunterricht hat auch in der Weiterbildung gut geklappt

Mitte März verfügte der Bundesrat, dass ab sofort kein Präsenzunterricht an den Schulen mehr stattfindet. Die KBZ Weiterbildung hat die Herausforderung angenommen.

Drucken
Teilen
Die Schulzimmer blieben in den letzten Wochen leer.

Die Schulzimmer blieben in den letzten Wochen leer.

Bild: PD

(mua) Mitte März musste bekanntlich auch der Unterricht in der KBZ (Kaufmännisches Bildungszentrum Zug) Weiterbildung aufgrund der Coronakrise innerhalb von wenigen Tagen von Präsenz- auf Fernunterricht umgestellt werden. Die KBZ Weiterbildung habe in den vergangenen Jahren umfangreiche Erfahrungen in der Gestaltung von eLearning-Sequenzen gesammelt und biete deshalb bereits seit 2018 verschiedene Lehrgänge in einem sogenannten Blended-Learning-Konzept an, schreibt das Bildungszentrum in einer Mitteilung. Im Rahmen dieser ausserordentlichen Lage konnte die KBZ Weiterbildung diese Erfahrungen nutzen, um den Teilnehmenden auch ohne Präsenzunterricht eine bestmögliche Weiterbildung anzubieten.

Evaluation Fernunterricht zeigt positives Bild

Nach rund drei Wochen Fernunterricht wurde bei den Teilnehmenden der KBZ Weiterbildung eine Rückmeldung eingeholt. Rund 200 Teilnehmende nahmen an der Umfrage teil. Dabei entsprach die Verteilung bezüglich Alter und Bildungsbereich ungefähr der üblichen Streuung in der KBZ Weiterbildung. Die Rückmeldungen zum Fernunterricht sind gemäss KBZ positiv bis sehr positiv ausgefallen. Den Lehrpersonen ist es gelungen, das am Kaufmännischen Bildungszentrum Zug bereits etablierte Lernmanagementsystem mit einer modernen Kommunikationsapplikation zu ergänzen, heisst es in der Mitteilung weiter. So könne das Lernen ziel-gerichtet gesteuert und mittels Videokonferenzen besprochen sowie vertieft werden.

Stellvertretend werden einige Zitate der Weiterbildungsteilnehmenden in der Medienmitteilung aufgeführt:

• «Vielen Dank für die gute und rasche Umsetzung zum Fernunterricht!»
• «Weiter so. Es funktioniert sehr gut und wird von den Lehrpersonen abwechslungsreich und interessant gestaltet. Ausserdem bekommen wir immer schnelle und ausführliche Rückmeldungen bei Fragen, sowohl während des Fernunterrichts via Teams als auch sonst jederzeit via Moodle.»
• «Bin gespannt wie die Rückmeldungen sind. Falls sehr positiv, besteht die Möglichkeit in Zukunft den Unterricht am Wochenende nur noch mit Fernunterricht durchzuführen?»

Die technische Umstellung verlief relativ problemlos, schreibt das kaufmännische Bildungszentrum. Bei technischen Fragen habe den Teilnehmenden ein Supportteam zur Verfügung gestanden. Als erschwerend wurde der Fernunterricht dahingehend beurteilt, als diese Unterrichtsform als ermüdender und als zeitlich grössere Belastung empfunden werde.

Die Grundbildung am Kaufmännischen Bildungszentrum Zug hat laut Mitteilung bereits umfangreiche Erfahrung mit digitalen Medien im Präsenzunterricht. Nach einer mehrjährigen Pilotphase werden seit rund drei Jahren Notebooks flächendeckend eingesetzt. Diese vielfältigen Erfahrungen konnten nun für den Fernunterricht mit den Lernenden in den Berufsfeldern der Kaufleute und des Detailhandels genutzt werden. Die Rückmeldungen von Lernenden, Lehrbetrieben und Lehrpersonen seien ebenfalls äusserst positiv, wie der Mitteilung zu entnehmen ist. Die Kombination von Videokonferenzen mit Selbstlernaktivitäten und individuellen Videocoachings habe sich als effektiv und lernförderlich herausgestellt.

Wie geht es nun weiter?

Vorderhand wird bis am 6. Juni der Fernunterricht weitergeführt. Die aus der Evaluation gewonnenen Erkenntnisse fliessen dabei laufend in die Optimierung des Fernunterrichtes ein. Während die Lehrpersonen mit  auf die neuen Gegebenheiten reagiert haben, starteten die Teilnehmenden mit einer grossen Offenheit und Unvoreingenommenheit in den Fernunterricht. Sowohl Lehrpersonen wie auch Teilnehmende haben somit zum erfolgreichen Fernunterricht massgeblich beigetragen, schreibt das Bildungszentrum abschliessend.